Krankheiten ABC

Krankheiten von A bis Z

Single, 150 Jahre, sucht alleinstehende attraktive junge Dame bis 130 31. Juli 2008

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Seit es Menschen gibt, gibt es auch den Traum vom ewigen Leben. Aber man möchte natürlich nicht nur sehr alt werden, sondern dabei auch noch möglichst lange jung, gesund, aktiv und faltenfrei aussehen.

Mitte des 19. Jahrhunderts galten Menschen mit 40 als Greise. 1840 hielten schwedische Frauen mit einer Lebenserwartung von 45 Jahren den Weltrekord. Derzeit leben Japanerinnen mit durchschnittlich 85 Jahren am längsten. „Die mittlere Lebenserwartung erhöht sich regelmäßig um drei Monate pro Jahr. D.h. also, wer heute geboren wird, müsste nach dieser Statistik eine etwa um 20 Jahre längere Lebenserwartung haben, als die Menschen heute. Und es ist keine Verlangsamung dieses Trends in Sicht“, sagt Jutta Gampe, Leiterin des Bereiches Statistik und Informationsdienste am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock. Etwa die Hälfte der heute neugeborenen Mädchen wird vermutlich den 100. Geburtstag erleben. Jeder zweite Junge, der auf die Welt kommt, wird mindestens 95.

Auch wenn nicht alle davon begeistert sind, weil Alter werden ja auch mit Krankheiten und sonstigen Einschränkungen verbunden ist, so stehen doch die Chancen so gut wie noch nie, die zusätzlichen Lebensjahre bei bester Gesundheit zu verbringen: Laut Statistiken des Statistischen Bundesamtes bleibt die Phase der Hinfälligkeit und Altersgebrechen trotz steigender Lebenserwartung gleich lang. Denn Altersleiden brechen immer später aus – die Zahl der „guten“ Jahre mit hoher Lebensqualität steigt.

Aber was lässt uns altern? Und warum altern wir seit Jahrzehnten offenbar immer langsamer? Könnten wir ewig leben? Wie schon in der Antike nach dem Quell des ewigen Lebens gesucht wurde, so versuchen auch heute Forscher in aller Welt, dem Geheimnis des menschlichen Alterns auf die Spur zu kommen, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Unabhängig von der mittleren Lebensdauer sterben manche Menschen schon mit 50, andere erleben ihren 80. Geburtstag bei bester Gesundheit. „Etwa ein Viertel dieser Differenzen geht auf Unterschiede im menschlichen Erbgut zurück, ist also festgelegt. Ein weiteres Viertel wird durch Faktoren bestimmt, die sich in Jugend und frühem Erwachsenenalter einstellen“, weiß Jutta Gampe. Dazu zählen zum Beispiel durchlebte Kinderkrankheiten oder der soziale Status. „Die Hälfte der Unterschiede im Sterbealter legen jedoch die aktuellen Lebensumstände im Alter fest: Altern ist formbar.“

Doch unsere Lebensspanne lässt sich nicht beliebig verlängern. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass der Mensch etwa 130 Jahre alt werden kann. „Computergestützte Simulationen und die Erfahrungswerte von Medizinern unterschiedlicher Fachgebiete sprechen dafür, dass dort die endgültige Altersgrenze liegt“, betont Christoph Meißner von der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie. Aber wer weiß, was unsere Forscher in den nächsten Jahren noch heraus finden. Vielleicht ist es ja doch möglich, dass irgendwann ein Mensch 200 Jahre alt wird. Wir müssen dann nur unseren Politikern auf die Finger schauen, dass die uns nicht mit einer Kalenderreform einen Strich durch die Rechnung machen und ein Jahr plötzlich 24 Monate haben soll. Ich erinnere nur an die Euro-Umstellung.

 

Killerbakterien tödlicher als AIDS 31. Juli 2008

Gespeichert unter: Aids, Infektionskrankheiten — Ivonne @ 11:01
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Jährlich sterben mehr Menschen an Krankenhauskeimen als an der Immunschwäche AIDS. Vor allem Infektionen mit einem resistenten Bakterium bereiten Medizinern große Sorgen, denn es verbreitet sich inzwischen nicht mehr nur in Krankenhäusern, sondern auch außerhalb von Kliniken und das mit einer hohen Geschindigkeit.

MRSA – Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus ist der Name dieses heimtükischen Bakteriums, an dem sich in den USA jährlich etwa 100.000 Menschen lebensbedrohlich infizieren. Fast 20% von ihnen sterben an dieser Infektion, die bisher mit Antibiotika noch nicht richtig behandelt werden konnte. Nach einer Untersuchung des Berliner Hygienikers Dr. Klaus-Dieter Zastrow in deutschen Krankenhäusern ist die bei 13% der im Krankenhaus verstorbenen Patienten eine Infektion die Ursache, die sie sich erst dort zugezogen haben. Auf Deutschland hochgerechnet sind dies bis zu 40.000 Tote pro Jahr.

Die hygienische Situation in zahlreichen deutschen Krankenhäusern ist nach Recherchen des ARD-Magazins „Plusminus“ mangelhaft. Viele Ärzte desinfizieren ihre Hände nicht richtig. Bei Stichproben in den allgemein zugänglichen Bereichen mehrerer Krankenhäuser war die Hälfte der Ärzte zu hoch mit Keimen belastet.

Dieses stichprobenartige Ergebnis wird von verschiedenen Untersuchungen gestützt. Professor Manfred Wolff von der Universität Witten/Herdecke kritisiert, dass viele Ärzte ihre Hände oft nicht fachgerecht desinfizieren. „Nahezu jeder zweite Arzt macht das nicht ordnungsgemäß. Und es gibt sogar Untersuchungen, die festgestellt haben, dass auf der Hand eines Arztes die Keimzahl höher war als auf einem Toilettendeckel.“

Jeder zwanzigste Patient steckt sich im Krankenhaus mit einem neuen Keim an, pro Jahr mehr als eine halbe Million. Die Folgen reichen von einer Blasenentzündung bis zur Beinamputation. 40.000 Mal im Jahr enden solche Infektionen sogar tödlich.
Die mangelhafte Krankenhaushygiene verursacht zudem horrende Kosten: Allein für die medizinische Behandlung von Patienten, die sich im Krankenhaus anstecken müssen pro Jahr 1,5 Milliarden Euro ausgegeben werden. Zusammen mit den indirekten Kosten für den Arbeitsausfall wächst die Summe sogar auf rund das Doppelte.

Eine bessere Hygiene in deutschen Krankenhäusern könnte einen erheblichen Teil dieser Kosten vermeiden. Wenn die Hygienerichtlinien überall eingehalten würden, könnten bis zu 50% der Infektionen vermieden werden, so Zastrow von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene.

 

Seuchen machen religiös 31. Juli 2008

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Wie Forscher jetzt herausgefunden haben, besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Infektionskrankenheiten und der Anzahl von religiösen Glaubensgemeinschaften. Natürlich ist es nicht so, dass religiöse Rituale Infektionskrankheiten begünstigen, sonder es ist umgekehrt. Das häufige auftreten von Infektionskrankheiten führt dazu, dass sich die Menschen zum eigenen Schutz in immer kleineren Gruppierungen zusammen finden und dann dort eine Art eigene Religion ensteht. Der gleiche Effekt wurde im übrigend schon vor einigen Jahren bei der Sprachentwicklung beobachtet.

Der Blick auf die globale Verbreitung der Religionen zeigt spricht eine deutliche Sprache. In den Tropen sind Glaubensgemeinschaften viel häufiger anzutreffen, als in gemäßigten Klimazonen. In der Elfenbeinküste etwa gibt es 76 religiöse Gruppierungen, während in Norwegen nur 13 gezählt werden. Brasilien hat sogar 159 verschiedene Religionen, das flächenmäßig größere Kanada dagegen nur 15.

Als Corey Fincher und Randy Thornhill von der University of New Mexico in Albuquerque die Vielfalt religiöser Gruppierungen in den jeweiligen Ländern zu diesen Daten in Beziehung setzten, ergab sich ein klarer Zusammenhang: Je größer die Bedrohung durch Infektionskrankheiten in einer Region ist, desto vielfältiger ist die religiöse Praxis, schreiben Fincher und Thornhill im Fachmagazin „Proceedings B“ der britischen Royal Society.

Wie seriös die Auswertung der Studie ist, das kann ich vom grünen Tisch nicht endgültig beantworten, doch besteht noch ein weiterer entscheidender Zusammenhang, nämlich der zwischen Temperatur und Infektionskrankheiten. Überall dort auf der Welt, wo die Temperaturen höher sind, da treten natürlich auch schneller Infektionen auf. Zudem ist in der Regel der Zivilisationsgrad in den etwas wärmeren Ländern niedriger, als in Ländern wie Deutschland, Norgwegen oder Kanada. So denke ich, dass am Anfang der Bezug Temperatur und Religion steht. Die großen Weltreligionen, wie das Christentum, der Islam, das Judentum oder der Buddhismus sind alle in Gegenden entstanden, in denen eine höhere Durchschnittstemperatur herrschte. Ob der Zusammenhang Temperatur, Infektionsrisko, Religionsgruppen zu halten ist, oder ob nicht andere Folgen der höheren Temperaturen eine Rolle spielen, das ist in meinen Augen unbewiesen geblieben. Dazu müsste man andere Faktoren wie die Sprache, Lebensgewohnheiten oder Bildungsgrad ausschließen. Auch in Europa haben Seuchen gewütet, doch sind dadurch keine neuen Glaubensgemeinschaften entstanden. Vielleicht hat da mal wieder nur jemand verzweifelt nach einer neuen Sau gesucht, die er durchs Dorf jagen kann.

 

Jede fünfte Pflanzenart kann heilen und viele davon sind vom Aussterben bedroht 29. Juli 2008

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Jede fünfte Pflanzenart weltweit kann als Heilpflanze genutzt werden. Diese Zahl nennt die „BioFrankfurt“, ein Zusammenschluss von zwölf Instituten des Forschungs-, Bildungs- und Naturschutzsektors. Von den mehr als 80 000 heilenden Farn- und Blütenpflanzarten sind allerdings über 15 000 Arten vom Aussterben bedroht. Eine zentrale Aufgabe der Weltgemeinschaft müsse daher die Erhaltung der biologischen Vielfalt sein.

Fast jeder von uns verwendet sie und dennoch führen sie ein Mauerblümchendasein im Natur- und Artenschutz und im öffentlichen Bewusstsein: die Heilpflanzen. In vielen Kräutern schlummern heilende Wirkungen, auch wenn die Pflanzen auf den ersten Blick recht unscheinbar aussehen können. Uns Menschen ziehen zwar besonders die schönen Blüten vieler Pflanzen in ihren Bann, aber die medizinisch wirksamen Substanzen sitzen je nach Art in ganz verschiedenen Teilen der Pflanze: mal in den Blättern oder im Spross, mal in den Wurzeln, in den Blüten und manchmal gar im Harz, der Rinde oder den Samen.

In Afrika sind Naturheilmittel für knapp 80 Prozent der Bevölkerung die einzige Art medizinischer Versorgung. Jede dritte Pflanze Burkina Fasos wird daher in der Medizin angewendet. In Deutschland soll jede fünfte wild wachsende Blütenpflanze medizinisch nutzbar sein. Johanniskraut, Baldrian, Schlüsselblume und Weißdorn gehören zu den am häufigsten verwendeten Gewächsen. Entsprechend verarbeitet soll ihre Einnahme eine beruhigende Wirkung haben und auch gegen Magen- und Kopfschmerzen helfen.

So wie keine Pflanzenart der anderen gleicht, so unterscheiden sich auch ihre Heilwirkungen. Viele unserer Vorfahren kannten sich noch bestens damit aus und konnten auf dem Klavier der Naturheilkunde behände spielen. Auch wenn in den Industriestaaten heute vielfach das Breitenwissen über Heilpflanzen verloren gegangen ist, so greifen auch wir gerne – und in den letzten Jahren in zunehmendem Umfang – auf Omas Heilkräuter zurück. Aber nicht nur auf die.

Ein beträchtlicher Teil der in der Medizin angewendeten Heilpflanzen wird importiert. Sei es, weil sie woanders noch in größeren Mengen vorkommen, oder weil es sich um nicht einheimische Pflanzenarten handelt. Das birgt Chancen und Risiken: der Eröffnung neuer Märkte und wertvoller lokaler Einkommensquellen für die ländliche Bevölkerung in manchen Ländern steht eine zunehmende Übernutzung und Gefährdung vieler Heilpflanzenarten

Wer sich für Naturheilkunde interessiert, der sollte unbedingt mal hier vorbei schauen.

 

Ambrosia – die grüne Invasion 29. Juli 2008

Gespeichert unter: Allergien — Ivonne @ 12:35
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Allergiker fürchten den Pollen von Ambrosia artemisiifolia, dem aus Nordamerika stammenden Beifußblättrigen Traubenkraut. Im Vogelfutter reist es um die Welt und die Ausbreitung ist kaum aufzuhalten.

Der Pollen von Ambrosia artemisiifolia, dem Beifußblättrigen Traubenkraut, ist gefürchtet, weil es schon in kleinen Mengen eine allergische Reaktionen hervorruft, es führt schnell zu Asthma und verlängert die Allergiesaison um zwei Monate. »Etwa 15 Prozent der Patienten, die mit einer Allergie zum Arzt kommen, haben Antikörper gegen Ambrosiapollen«, sagt Karl-Christian Bergmann vom Allergiezentrum der Charité in Berlin. »Wie viele tatsächlich krank werden, kann noch niemand sagen.«

Unangenehm aufgefallen ist Ambrosia bisher vor allem in Ungarn, Italien, Frankreich und seiner Heimat Nordamerika. Nun scheint sie sich auch hierzulande auszubreiten. »Im Jahr 2006 haben wir einen starken Anstieg der Pollen festgestellt«, sagt der Allergologe Bergmann, der auch den Deutschen Polleninformationsdienst leitet. »Es werden häufiger größere Pflanzenbestände gefunden«, berichtet Uwe Starfinger vom Julius-Kühn-Institut (JKI), das im Bundesauftrag Kulturpflanzen erforscht. »Offenbar kann die Pflanze jetzt reife Samen bilden, begünstigt durch das wärmere Klima.

AZ-Web

CJD Asthmazentrum Berchtesgaden

ist eine Rehabilitationseinrichtung für AsthmaNeurodermitis,MukoviszidoseDiabetesAdipositas und kinder- und jugendpsychiatrischen Erkrankungen.

CJD Oberau Health and Activity Lodge

bietet Hilfe bei Übergewicht, problematischem Essverhalten, Entwicklungsstörungen und schulischen Problemen.



 

PRIVATPATIENTEN: VON ÄRZTEN UND KLINIKEN ABGEZOCKT 29. Juli 2008

Gespeichert unter: Uncategorized — Ivonne @ 08:38
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Die Privatpatienten werden von Ärzten und Kliniken regelrecht zur Schlachtbank geführt, denn da bei den gesetzlich versicherten Patienten die Honorare gering sind, wird bei Privatpatienten doppelt und dreifach abkassiert.

Privatpatienten in Deutschland genießen besondere Previlegien. Sie müssen für Behandlungen in der Regel nichts dazu zahlen, bekommen natürlich immer die besten Therapien und die teuersten Medikamente und sie müssen keine lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Was zuerst wie ein Vorteil aussieht, das kann aber auch ganz schnell zum Nachteil werden, denn wenn ihr Arzt die Therapie nicht nach medizinischen sondern nach monetären Kriterien auswählt, dann muss das nicht immer zu ihrem Besten sein. Ganz nach dem Motto, was teuer ist, muss nicht gut sein.

Ich habe es am eigenen Leib erlebt, wie Ärzte hier vorgehen. Man hat eine Frage an seinen Arzt, deren Beantwortung eigentlich nur Beratungsgespräch von etwa 5 Minuten benötigen würde und statt dessen geht man nach 30 Minuten mit einer Prostatauntersuchung, einem Ultraschall und mit einem Rezept für Medikamente im Preis von 250.- EUR nach Hause. Auf der Arztrechnungen finden sich dann Positionen wieder, wie z.B. „Untersuchung an mehreren Organen, Beratung auch telefonisch, ungewöhliche Begleiterkrankung, Laborkosten usw. Um es mit den Worten der Automobilbranche zu sagen, sie kommen in die Werkstatt um den Ölstand nachzusehen und gehen mit einer großen Inspektion im Wert von 750.- EUR wieder nach Hause. Da die Privatpatienten die Rechnungen ja nur bei der Kasse einreichen müssen und alles erstattet bekommen, haben die Ärzte gegenüber ihren Patienten auch kein schlechtes Gewissen. Bei Physiotherapien werden 20 Stunden abgerechnet, aber nur 10 Stunden durchgeführt, der Patient kann ja schließlich kostenlos und ohne Probleme ein neues Rezept bringen. Die kriminelle Phantasie unsere Ärzte ist hier fast grenzenlos.

Die Allianz AG vermutet unplausible Positionen in etwa jeder zwölften Arztrechnung, die Gothaer in jeder elften, die Ergo-Tochtergesellschaft DKV in jeder zehnten. Das wahre Ausmaß der Schummelei dürfte freilich viel größer sein. Die Rechnungen würden inzwischen „so clever aufgeplustert, dass wir es in vielen Fällen unmöglich bemerken können“, klagt ein Sprecher des Ergo-Konzerns.

Viele Ärzte haben sich Hilfe geholt, um aus der Kundschaft das Maximum herauszuholen. Privatärztliche Verrechnungsstellen werben damit, die Rechnungen im Interesse des Mediziners zu optimieren. In den Praxen kommen Computerprogramme zum Einsatz, mit denen der Doktor alle Abrechnungsmöglichkeiten ausschöpfen kann.

Fachleute sprechen neudeutsch von „Upcoding“: Ein Tastendruck genügt, schon listet der Rechner alle Leistungen auf, „welche bei Auftreten eines jeweiligen Krankheitsbildes möglicherweise erbracht und liquidiert werden können“, heißt es etwa im Handbuch der Praxis-Software „GOÄ-Assistent 1.0″.

Die attraktive Zielgruppe, immerhin 8,5 Millionen Menschen, verheißt noch glänzende Geschäfte. Goldzähne, Kuren, Chefarztbehandlungen – was die gesetzlichen Krankenkassen oft verweigern, wird von der privaten Krankenversicherung (PKV) anstandslos erstattet. Ein Plausch mit dem Privatpatienten bringt dem Arzt gut 20 Euro ein – viermal mehr als die Unterredung mit einer „Chipslette“, wie Kassenpatienten in Medizinerkreisen gelegentlich genannt werden.

Die Intensivbetreuung treibt die Versicherungsprämien von Jahr zu Jahr mit oft zweistelligen Raten in die Höhe und gefährdet mittlerweile schon das Geschäftsmodell der gesamten Branche. Immer mehr Kunden ärgern sich über die ständigen Beitragsanhebungen. „Erst wird man angelockt, dann wird man abgezockt“, sagt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, selbst privat krankenversichert.

Und sogar die Privatkassen zweifeln daran, ob sie mit dem Versprechen einer vermeintlichen Luxusversorgung künftig überhaupt noch genügend Kunden ködern können. Erst kürzlich schlugen einige Versicherungskonzerne vor, das Geschäftsmodell der Branche grundlegend zu ändern.

Um den Pfuschern das Handwerk schwerer zu machen, gibt es jetzt neuerdings die Möglichkeit Ärzte online zu bewerten. Alles weitere findet ihr hier.

 

Denn sie wissen nicht was sie tun 29. Juli 2008

Gespeichert unter: Uncategorized — Ivonne @ 07:44
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Viele Zahnärzte in Deutschland machen ihr Hobby zum Beruf. Wie bei einem Hobbybastler wird nach Lust und Laune gebohrt, gefüllt und gezogen. Das die Behandlungen zum Teil nicht der medizinischen Notwendigekeit entspricht, das ist ihnen egal. Gerade Privatpatienten werden als willkommene Opfer angesehen, mit denen man das knappe Budget etwas aufbessern kann. Da wird aus einer Regeluntersuchung, die in etwa mit 100.- EUR zu veranschlagen wäre mal ganz schnell eine Wurzelkanalbehandlung für 500.- EUR. Schlecht ausgeführt kann diese dann im nöchsten halben Jahr nochmal weitere 2000.- EUR Umsatz bringen, wenn der Zahn gezogen und der enstprechnde Zahnersatz implantiert werden muss. Schlägt ihnen der Zaharzt eine Behandlung vor, die sie nicht nachvollziehen können, dann sollten sie mißtrauisch werden. „In solchen Fällen sollte er nicht zögern, eine Zweitmeinung einzuholen“, rät Stefan Zimmer, Professor für Zahnerhaltung am Universitätsklinikum Düsseldorf, in der Zeitschrift „Stern Gesund Leben“. Wird eine zweite Zahnarztmeinung eingeholt und weicht diese von der ersten ab, sollte laut Zimmer eher demjenigen Arzt geglaubt werden, der weniger behandeln möchte. Der Vorsorgespezialist warnt jedoch davor, aus Sorge vor Fehlbehandlungen zu häufig den Arzt zu wechseln. Zahnarzt-Hopper haben einer Studie zufolge schlechtere Zähne als Zahnarzttreue.

Bei der Diagnose von Karies gibt es große Spielräume. Solange die Oberfläche des Schmelzes noch nicht eingebrochen ist, kann der Defekt bei guter Zahnpflege von selbst ausheilen. Daher ist es besser für die Zähne, einen nicht eindeutigen Kariesbefund erst einmal zu beobachten, statt gleich den Bohrer anzusetzen. Um eine Füllung zu setzen, muss immer gesunde Zahnsubstanz geopfert werden. Selbst wenn die Reparatur nach allen Regeln der Kunst erfolgt, ist der Zahn anschließend anfälliger für Karies.

Vorsicht ist auch bei Wurzelbehandlungen geboten, die etwa sechs Millionen Mal im Jahr über die Krankenkassen abgerechnet werden. Die Prozedur ist oft die letzte Möglichkeit, einen entzündeten Zahn zu retten. Laut einer Untersuchung der Universität Göttingen scheitert der Eingriff jedoch in vielen Fällen. Bei 200 untersuchten Fällen waren in etwa jedem zweiten Fall die Zahnärzte nicht gründlich genug vorgegangen: Bakterien waren in den Wurzelkanälen der Zähne zurückgeblieben, mehr als die Hälfte der Wurzelfüllungen war zu kurz.

Rund 90 Prozent der Zähne könnten nach einer Wurzelbehandlung erhalten werden, vorausgesetzt, die Zahnärzte würden die Therapie mit viel Sorgfalt, Zeit und spezieller Ausrüstung nach aktuellen Richtlinien durchführen. Zahnmediziner, die sich auf Wurzelerkrankungen und -behandlungen (Endontie) spezialisiert haben, sollen deutlich höhere Heilungsquoten erreichen als herkömmliche Zahnärzte. Patienten, die einen solchen Experten aufsuchen, sollten jedoch damit rechnen, einen zusätzlichen Behandlungsvertrag mit dem Fachmann abschließen und den Eingriff selbst bezahlen zu müssen.

 

Ersatzmedikamente können Gesundheit gefährden 28. Juli 2008

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Auf Grund von Sparmaßnahmen wurden Verträge zwischen Pharmaindustrie und Krankenkassen zum Nachteil der Patienten abgeschlossen. So erhalten viele Patienten nicht mehr ihr ursprüngliches Medikament, sondern ein sog. Generikum, das zwar die gleichen Wirkstoffe in derselben Dosierung wie das früher verordnete Mittel enthält, sich aber in der Wirkung trotzdem vom Original unterscheiden kann. Außerdem kann die Auswechslung laut Professor Walter Haefeli von der Universität Heidelberg auch zu gesundheitlichen Problemen führen.

Die Ergebnisse einer Analyse verschiedener Austauschpräparate wurden jetzt in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ veröffentlicht. Demnach enthalten viele Arzneimittel zwar die gleichen Wirkstoffe, aber andere Hilfsstoffe als die Ursprungsmedikamente. Es wurden Inhaltsstoffe entdeckt, die Allergien auslösen können, ebenso Sulfite, die manche Menschen nicht vertragen. Auch Alkohol wurde bei einigen Präparaten entdeckt, was bei Alkoholiker zu Rückfällen führen kann

Außerdem sind die Austauschmedikamente meist anders teilbar als die Vorgänger. Fast jedes zehnte neue Mittel ließ sich nicht auf die gleiche Weise dosieren wie die zu ersetzenden Präparate. Wird die Tablette dennoch halbiert oder geviertelt, kann es zu Fehldosierungen kommen. Bei manchen Pillen geht die Wirkung verloren, wenn ihre Schutzschicht gegen die Magensäure beschädigt wird.

Auch die Deutsche Herzstiftung mahnt zur Vorsicht beim Griff zu ähnlichen Arzneimitteln. Kritisch sei vor allem der Wechsel von einem Austauschpräparat zu einem anderen. Die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung der Gleichwertigkeit eines Generikums bezieht sich nämlich nur auf das Originalpräparat. Abweichungen zwischen den Austauschmedikamenten untereinander werden dabei nicht berücksichtigt. Diese Abweichungen können aber zum Teil sehr groß sein und sind deshalb ebenfalls zu bedenken. Bei einem Wechsel des Präparates sollte sich der Patient deshalb bei seinem Arzt nach möglichen Folgen erkundigen. Der Apotheker, der die Medikamente austeilt, weiß nämlich meist nicht über die Krankengeschichte und auch nicht über das Vorliegen von bestimmten Allergien Bescheid.

 

Warum haben wir einen Schluckauf? 28. Juli 2008

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Die Reflexe des Menschen haben sie ja in seiner Entwicklungsgeschichte über Jahrtausende hinweg entwickelt und zu seinem Überleben beigetragen. Bei einigen Reflexen ist es offensichtlich, welchen Nutzen sie haben, doch beim Schluckauf haben war bisher ungewiss. Wie die Apotheken Umschau berichtet, glauben französische Forscher eine Erklärung dafür gefunden zu haben, aus welchem Grund der Schluckauf entstanden ist: So weise der Schluckauf beim Menschen große Ähnlichkeit zu der Art und Weise auf, wie Kaulquappen und andere Amphibien ihre Atmung steuern.

Ein hartnäckiger Schluckauf kann recht anstrengend sein, da er nicht unkontrollierbar als ein Reflex abläuft und bewusst kaum zu stoppen ist. Bei hastigem Essen oder auch bei einigen Erkrankungen kann es zu einem reflexartigen Zusammenziehen des Zwerchfells kommen. Dabei wird der Luftstrom der Atemluft durch das plötzliche Verschließen der Stimmritzen blockiert. Dies verursacht das typische Schluckaufgeräusch, das Hicksen.

Aber es eben doch alles einen Sinn. Das Zusammenspiel von Zwerchfell und Stimmritze verhindert, dass Wasser in ihre Lungen eindringt. Der Schluckauf könnte daher ein Relikt aus jener Zeit sein, als die gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Landtieren dem Wasser entstiegen sind. Doch auch im Embryonalstadium könne der Reflex dem Menschen noch nützlich sein, vermuten die französischen Forscher. Wie Ultraschalluntersuchungen zeigen, beginnen menschliche Embryonen bereits in der neunten Schwangerschaftswoche zu hicksen. Ähnlich der Atmung bei den Amphibien stelle der Schluckauf einen abgebrochenen Atemversuch da, bei dem sich die Stimmritzen rechtzeitig schließen, bevor das Fruchtwasser der Gebärmutter in die Lunge eindringen kann. Auf diese Weise könne die Atemmuskulatur des heranwachsenden Kindes bereits in der Gebärmutter trainiert werden, was es dem Kind ermöglicht, sich gleich nach der Geburt selbständig mit genügend Luft zu versorgen.

Schluckauf heißt in der Fachsprache Singultus. Das kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Schluchzen und Schlucken. Ein gewöhnlicher Schluckauf ist zwar lästig, meistens aber harmlos, meint Dr. Michael Barczok, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) in Heidenheim. Zum Arzt sollte man gehen, wenn der Schluckauf gar nicht mehr aufhört, das heißt, wenn er über Tage andauert. Doch auch wenn Schluckauf mit anderen Beschwerden, beispielsweise Sodbrennen, verbunden ist, sollte ein Arzt konsultiert werden.

 

Patienten erleben Operation bei vollem Bewusstsein 28. Juli 2008

Gespeichert unter: Uncategorized — Ivonne @ 10:22
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Rund 5000 bis 6000 Mal im Jahr werden Patienten in Deutschland in eine zu schwache Narkose versetzt, so dass sie die eigene Operation bei vollem Bewusstsein miterleben, ohne sich aber bemerkbar machen zu können, da die Muskeln noch gelähmt sind. Natürlich wird diese Zahl von vielen Krankenhäusern und Ärzten damait verharmlost, dass es sich ja nur um etwa 0,1% der Fälle handeln würde, aber zu Recht sagt Eberhard Kochs, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Technischen Universität München, „Jeder davon Betroffene ist einer zu viel“,

Es klingt wie ein schlechter Witz, doch für einige Patienten ist es fürchterliche Realität geworden: Trotz Narkose werden sie während einer Operation plötzlich wach und erleiden bei jedem Schnitt Höllenqualen. Der Chirug bemerkt davon nichts, da sich der Patient nicht bemerkbar machen kann und ein Instrument zur Anzeige nicht zur Verfügung steht. Doch jetzt es gibt Abhilfe: EEG-Geräte können vor solchen Wachphasen warnen.

Roewer und seine Kollegen haben sich mit den von vielen Menschen gefürchteten intraoperativen Wachheitsphasen (englisch: Awareness) intensiv auseinander gesetzt. Anders als in der Anästhesiologie üblich, wenn während einer Operation hauptsächlich die Vitalfunktionen Atmung, Herzfrequenz und Blutdruck überwacht werden, messen die Würzburger Mediziner neuerdings routinemäßig zusätzlich die Hirnströme eines Patienten. „Prozessiertes EEG“ heißt die Technik und soll dem Anästhesisten helfen, potenzielle Wachheitsphasen besser zu erkennen. Bahnt sich eine solche an, kann die Narkose mit einer höheren Dosierung der Narkosemittel wieder vertieft werden.

Wer selber schon einmal von solch einem Fall betroffen war, der kann sich hier anmelden, um sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.