Stressereignisse in der Kindheit stehen zunehmend im Verdacht, eine Rolle bei der späteren Entwicklung von allergischen Erkrankungen zu führen. Offenbar kann ein Umzug oder die Trennung der Eltern bei Kindern das Allergie-Risiko tatsächlich deutlich erhöhen. Das geht aus einer Langzeitstudie über Zusammenhänge zwischen Lebensstil, Immunsystem und Allergien hervor, deren erste Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift Pediatric Allergy and Immunology (2008, Online-Vorabveröffentlichung) veröffentlicht wurden. An der über sechs Jahre laufenden Studie waren das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig (UFZ), das Helmholtz Zentrum München und das Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF) in Düsseldorf sowie weitere Universitäten und Kliniken beteiligt.
Dass Stressereignisse einen Einfluss auf die Entwicklung von allergischen Krankheiten haben können, war bereits länger bekannt. Die Mechanismen dafür galten aber lange Zeit als ungeklärt. In der jetzt veröffentlichten Studie wurden erstmals Stressereignisse in den frühen Lebensjahren innerhalb einer großen epidemiologischen Studie mit Hilfe von Immunmarkern und Neuropeptiden untersucht. Parallel zu Blutanalysen untersuchten die Forscher verschiedenste soziale Faktoren im Umfeld der Kinder.
So wurden in den Blutproben von 234 Kindern im Alter von sechs Jahren im Zusammenhang mit einem Umzug oder einer Trennung der Eltern innerhalb der letzten 12 Monate erhöhte Mengen des Stresspeptides VIP (Vasoaktives intestinales Peptid) gefunden. Diese VIPs können offenbar eine Vermittlerrolle zwischen Stressereignissen im Leben und dem Status des Immunsystems einnehmen, schreiben die Forscher. Erhöht war auch die Konzentration von Immunmarkern, die mit der Auslösung allergischer Reaktionen verbunden sind wie zum Beispiel Zytokin IL-4. Schwere Krankheiten oder der Tod von nahen Verwandten führten hingegen zu keinen auffälligen Veränderungen. Auch Arbeitslosigkeit der Eltern war nicht mit erhöhten Stresspeptidkonzentrationen im Blut der Kinder verbunden.
Ganz interessant was du geschrieben hast,es hat mich wirklich beeindruckt.. was für Faktoren zum Stress führen und in was für einen kleinen Alter. Gott,es scheint als wir alle durchdrehen,anstatt sich alles zu bessern. LG, Taty
Es ist wahr… wenn ich gestresst bin und Erdbeeren esse, kriege ich eine Allergie, die wie Masern ist und fast 3-4 Wochen dauert.
Darum habe ich auf Erdbeeren verzichtet
Was für mich neu ist, ist dass der Stress mit den Immunsystem etwas zu tun hat. Ich dachte gar nicht daran,dass mein Immunsystem vom Stress beeinflusst werden kann.
LG
Es sind sehr viele Faktoren die das Immunsystem angreifen können, dass der Stress einer davon ist wusste ich auch nicht. Ich frage mich wie das wirkt.. Und dass dieser auch zu Allergien führt.. Wie es scheint wirkt übermässiger Stress sehr stark auf unsere Körper ein . Grüssis!
Ich kann nur sagen dass mich dieser Beitrag auch gewundert hat. Stress und Immunsystem? Seitwan hängen diese beide zusammen ? Gruss
Wie man sehen kann, Luana, keine von uns wusste, dass der Stress so einen starken Einfluss auf unser Immunsystem hat. Und dass er so stark schadet, dass sogar Allergien ausgeloest werden oder auch andere schweren Krankheiten entstehen koennen. Am besten sollten wir aufmerksam sein und uns mehr entspannen, damit wir noch alles im Griff haben. Tschuess!
Der Stress kann uns sehr schaden! Wenn wir keinen festen Rythmus haben, keinen regelmaessigen Schlaf oder zu viel Arbeit, dann koennen wir erkranken, weil wir zu erschoepft sind. Alles Gute!