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In einem Monat will der US-Pharmakonzern Baxter einen Schweinegrippe-Impfstoff auf den Markt bringen.
Die Produktion eines Serums gegen das Schweinegrippe-Virus A (H1N1) habe begonnen, „im Laufe des Monats Juli“ werde es verfügbar sein, erklärte das Unternehmen. Baxter hatte bereits Anfang Mai vom US-Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention, einem Referenzlabor der Weltgesundheitsorganisation WHO, den Stamm eines sogenannten Wildvirus erhalten und mit Tests begonnen.
Mit Baxter haben mehrere nationale Gesundheitsbehörden Vereinbarungen getroffen, um H1N1-Impfstoffe zu bestellen. Auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) hat Baxter bereits eine Genehmigung zur Herstellung eines Modell-Impfstoffs des Prototyps Celvapan erteilt, was das Genehmigungs-, Entwicklungs- und Produktionsverfahren für den neuen Pandemie-Impfstoff erleichtert. Über die nationalen Vereinbarungen hinaus will Baxter nach eigenem Bekunden in Kooperation mit der WHO einen Teil seiner Produktionskapazitäten nutzen, um weltweit auf „besonders dringliche Probleme der öffentlichen Gesundheit“ reagieren zu können.
Bereits vergangenen Woche hatte die höchste Pandemie-Warnstufe 6 ausgerufen und die Pharmafirmen zu einer beschleunigten Impfstoff-Produktion aufgefordert. Die Unternehmen stehen kurz vor dem Abschluss der Produktion des Impfstoffs gegen die saisonale Grippe. An der Produktion des Schweinegrippe-Impfstoffs arbeiten weltweit mehrere Pharma-Hersteller.
Viele Demenzkranke in Deutschland bekommen trotz riskanter Nebenwirkungen statt einer guten Pflege viele Beruhigungsmittel. Damit wird versucht Pflege einfach und kostengünstig zu ersetzen, um in manchen Fällen Kosten für einen Kredit ohne Schufa zu sparen.
Zu diesem Schluss kommt der Arzneimittel-Report 2009 der Gmünder ErsatzKasse, der von einer „chemischen Gewalt gegen Ältere“ spricht. Wenig Hoffnung macht der Report hinsichtlich der Ausgabenentwicklung bei Arzneien – ein Ende des ständigen Anstiegs ist wegen immer neuer Medikamente aus dem Genlabor nicht in Sicht.
Die Ärzte verschreiben Demenzkranken zu viele Beruhigungsmittel, die im Pflegealltag oft dazu genutzt wird, die Patienten ruhig zu stellen. Beinahe jeder dritte untersuchte Versicherte mit Demenz bekam 2008 ein solches Beruhigungsmittel verordnet, obwohl diese zum Tod der Betroffenen führen können. Lungenentzündungen, Schlaganfälle, Herzprobleme sind nur einige weitere schwerwiegende Risiken.
Dabei werden nicht alle Medikamente verteufelt, schließlich können neue gentechnisch hergestellte Medikamente Patienten mit Krebs, Multipler Sklerose oder Arthritis oft helfen. Der große Haken aber ist, dass in Deutschland die Hersteller die Preise dieser Mittel mit Jahres- Therapiekosten von bis zu 80 000 Euro frei gestalten können, anders als in anderen Ländern.
Die von der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zuletzt entworfene Gesundheitsreform weise eine „Gesetzeslücke“ auf. So müssten dringend auch neue Spezialmittel den vorgesehenen Bewertungen des Nutzens im Verhältnis zu den Kosten unterworfen werden. Kosten enstehen natürlich auch für die Apotheken auf Rechnung, denn diese Arzneien sind nicht gerade billig.
So oder so ähnlich dürfte die Vorstellung der meisten sein als sie das erste mal von der Pille Priligy gehört haben, die den Orgasmus des Mannes verzögern soll und so das Liebesspiel im Bett verlängern soll.
Doch die Pille wird nicht verschrieben werden, um den Lifestyle zu verbessern, so der Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Andrologie (Männerkunde), Hermann Behre. Die Pille dient nicht dazu, das Stehvermögen beliebig zu steigern und ist rezeptpflichtig.
Gedacht ist das Medikament nur für Männer, bei denen durch vorzeitigen Samenerguss ein gewisser „Leidensdruck“ besteht. Eine Untersuchung und die Beratung durch einen Urologen sind daher Pflicht. Die Pille des Pharmaunternehmens Janssen-Cilag wird im Juni auf den deutschen Markt kommen. Sie verzögert den Samenerguss, in dem sie Serotonin-Rezeptoren im Gehirn blockiert.
Geschätzte 20 Prozent der deutschen Männer leiden an einer sexuellen Fehlfunktion, die zur frühzeitigen Ejakulation führt. Bei ihnen kommt es entweder bereits vor dem Geschlechtsverkehr, oder innerhalb weniger Sekunden bis maximal eine Minute nach Beginn des Sexualakts zum Samenerguss. Der Serotonin-Hemmer „Priligy“ führt dazu, dass die Ejakulation um das drei- bis vierfache der sonst üblichen Zeit verzögert wird.
Falsch ist allerdings das Gerücht, dass die Pille auch dabei hilft schnell abnehmen zu können.
