Krankheiten ABC

Krankheiten von A bis Z

Diabetiker wollen weniger Aufmerksamkeit 29. September 2009

Damit ist eher das Gaffen von einigen Menschen gemeint, wenn ein Diabetiker seinen Blutzucker misst oder Insulin spritzt. Auch unangemessene Bemerkungen, die manchmal mitfühlend klingen sollen, sollten besser unterlassen werden.

Dies empfiehlt zumindest die Zeitschrift „Diabetes Journal“ des Deutschen Diabetiker Bundes. Diabetes ist eine ernsthafte Krankheit zu der Blutzuckermessen oder Insulinspritzen nun einmal dazu gehören.

Für Betroffene ist es daher wichtig, dass sie ihre Krankheit ungestört und ungezwungen auch in der Öffentlichkeit behandeln können. Auch wenns meistens schwer fällt, aber es ist höflich, wenn einfach darüber hinweg gesehen wird und keine indiskreten Fragen gestellt werden würden.

 

Am 19. Oktober ist Impftag 23. September 2009

Gespeichert unter: Infektionskrankheiten, Nachrichten — Ivonne @ 10:44

Der Impfstoff zur Bekämpfung der Schweinegrippe in Deutschland soll nach einem Zeitungsbericht zufolge vom 19. Oktober an verfügbar sein.

Denn wenn sich die Zulassungsverfahren zeitlich nicht weiter verzögern, dann könnten am 19.10. die ersten Schutzimpfungen der bestellten 50 Millionen Dosen gegen Schweinegrippe erfolgen.

Seit einigen Monaten wird das Serum Pandemrix vom Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline (GSK) in Dresden produziert. Nach Angaben des Paul-Ehrlich- Instituts haben bisher alle Prüfverfahren gezeigt, dass der neue Impfstoff wirksam und verträglich ist. Eine generelle Impfempfehlung will das Robert-Koch-Institut Anfang nächster Woche aussprechen.

 

Todesursache Liebeskummer 16. September 2009

Eine neue Studie hat ergeben, dass das Risiko eines tödlichen Herzinfarkt bei Menschen, die gerade einen schmerzhaften Verlust erfahren mussten, bis zu sechsmal höher.

An der australischen Studie namen 160 Menschen teil, von denen rund die Hälfte kurz zuvor ihren Partner oder ein Kind verloren hatte.

Bei den Trauernden ist ein höherer Blutdruck, eine erhöhte Herzfrequenz sowie Veränderungen im Immunsystem nachgewiesen worden, was das Risiko eines Herzinfarkts letztendlich erhöht. Demnach sinkt das Infarkt-Risiko etwa sechs Monate nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen und pegelt sich nach etwa zwei Jahren wieder ein.

Ursache für die körperlichen Veränderungen ist eine plötzliche Flut von Stresshormonen nach einem schweren Schicksalsschlag.

 

Bin ich ein Diabetes Risikopatient? 5. September 2009

Diese Frage stellen sich wohlmöglich viele. Die Antwort haben jetzt Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) herausgefunden: demnach sollen unter anderem der Blutzuckerspiegel sowie die Werte für Blutfette und Leberenzyme die Vorhersagegenauigkeit ihres Deutschen Diabetes-Risiko-Tests verbessern. Bereits 2007 wurde dieser Test entwickelt und steht im Internet zur Berechnung des Risikos für eine Erkrankung an Altersdiabetes zur Verfügung.

Anzugeben sind dabei vor allem Alter, Körpermaße und Ernährungsgewohnheiten. Durch die neuen Forschungsergebnisse wird dieser Test nun weiter spezifiziert. So soll er dann Hausärzten zur Verfügung gestellt werden und durch das Einbinden der Blutwerte wird die Fehlerquote verringert.

Derzeit könnten mit dem Test nahezu 90% aller in den nächsten 5 Jahren an Diabetes erkrankenden Patienten schon entdeckt und damit gewarnt werden. Die Quote der dabei falsch als positiv gewerteten Patienten liegt bei ungefähr 15 Prozent. In Deutschland mindestens fünf Millionen Menschen an Altersdiabetes erkrankt. Die Lebenserwartung ist bei Hochrisiko-Personen um 13 Jahre geringer ist als bei Gesunden. Gerade deshalb ist eine solche Vorsorge-Untersuchung wichtig, um rechtzeitig beispielsweise die Ernährung umzustellen.

 

Patientenverfügung und was man beachten sollte 2. September 2009

Die meisten, die eine Patientenverfügung verfassen, vergessen oftmals auch eine Vorsorgevollmacht ausstellen zu lassen. Diese ist so wichtig, weil auch die beste Patientenverfügung nützt ohne begleitende Vorsorgevollmacht recht wenig bringt.

Denn oft ist der Patient nicht mehr in der Lage, seinen niedergelegten Willen Ärzten und Pflegepersonal mitzuteilen. Gleichzeitig können damit Personen bevollmächtigt werden die Bankgeschäfte oder die Korrespondenz mit Behörden und Versicherungen zu erledigen.

Wie die Patientenverfügung selbst sollte die Vorsorgevollmacht schriftlich festgehalten werden. Es ist zwar vom Gesetzgeber her keine Form vorgegeben, allerdings ist eine  mündliche Vollmacht wenig praktikabel, weil sie im Ernstfall niemand glauben wird.

Empfohlen wird daher die Vollmacht wie auch die Patientenverfügung im Zentralen Vorsorgeregister (ZVR) eintragen zu lassen. Das kann der Verfasser auch selbst im Internet erledigen. Er erhält dann eine „ZVR-Card“, die er im Portemonnaie mitführen kann. So wissen die Ärzte im Notfall sofort, für wen der Patient eine Vorsorgevollmacht ausgestellt hat.

 

Schweinegrippe Neuinfektionen haben sich verdoppelt 21. Juli 2009

Gespeichert unter: Infektionskrankheiten, Nachrichten — Ivonne @ 23:55
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Die Zahl der Schweinegrippe Infizierten Menschen hat sich in Deutschland innerhalb nur eines Monats geradezu verdoppelt.

Hauptursache sind die Menschen, die aus dem Urlaub wieder zurückkommen. Hauptsächlich die spanischen Touristen sind davon betroffen. Wie Experten der Düsseldorfer Universitätsklink berichten, sind Sonnenbrände und Alkohol verantwortlich für ein geschwächtes Immunsystem im Urlaub.

Allerdings ist das keine neue Erkenntnis, sondern fällt jetzt aufgrund der zunehmenden Zahl an Influenza-Infektionen auf und wird sonst häufig vergessen. Auch durch engen Kontakten mit vielen Menschen verbreitet sich das Virus derzeit deutlich schneller als zu Anfang der Ansteckungswelle. Am vergangenen Wochenende hat die Uni-Klinik in 23 Tests Schweinegrippe nachgewiesen, 22 der Erkrankten seien aus dem Spanien-Urlaub gekommen.

 

Schwere Lungenschäden durch Schweinegripppe 15. Juli 2009

In einer jüngst veröffentlichten US Amerikanischen Studie wurden die Symptome der Schweinegrippe bei Mäusen, Frettchen, Makakenäffchen und eigens gezüchteten kleinen Schweinen mit der Wirkung saisonaler Grippeviren verglichen.

Das Ergebnis war, dass bei allen getesten Tieren außer den Schweinen  das Virus A (H1N1) schwerere Lungenschäden an als die saisonalen Grippeviren anrichtete.

Laut der Studie reagiert das Schweinegrippe-Virus aber gut auf antivirale Medikamente wie Tamiflu. Wie das Team um den Forscher Yoshihiro Kawaoka zudem herausfand, ähnelt das neue Virus einem Erregerstamm der Spanischen Grippe, die zwischen 1918 und 1919 weltweit rund 40 bis 50 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Wenn wir uns diese Zahlen anschauen müssen wir daraus den Schluss  ziehen, dass die  Schweinegrippe eine der ernsthaften  Krankheiten unserer Generation ist.

Auch wird das Blut von Menschen, die vor 1920 geboren wurden untersucht. Sie hatten Antikörper im Blut, die das neue Virus erkannten und darauf reagierten. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Schweinegrippe ebenso gefährlich ist wie die Spanische Grippe.

 

Schweingerippe Impfung im Juli erwartet 17. Juni 2009

In einem Monat will der US-Pharmakonzern Baxter einen Schweinegrippe-Impfstoff auf den Markt bringen.

Die Produktion eines Serums gegen das Schweinegrippe-Virus A (H1N1) habe begonnen, „im Laufe des Monats Juli“ werde es verfügbar sein, erklärte das Unternehmen. Baxter hatte bereits Anfang Mai vom US-Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention, einem Referenzlabor der Weltgesundheitsorganisation WHO, den Stamm eines sogenannten Wildvirus erhalten und mit Tests begonnen.

Mit Baxter haben mehrere nationale Gesundheitsbehörden Vereinbarungen getroffen, um H1N1-Impfstoffe zu bestellen. Auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) hat Baxter bereits eine Genehmigung zur Herstellung eines Modell-Impfstoffs des Prototyps Celvapan erteilt, was das Genehmigungs-, Entwicklungs- und Produktionsverfahren für den neuen Pandemie-Impfstoff erleichtert. Über die nationalen Vereinbarungen hinaus will Baxter nach eigenem Bekunden in Kooperation mit der WHO einen Teil seiner Produktionskapazitäten nutzen, um weltweit auf „besonders dringliche Probleme der öffentlichen Gesundheit“ reagieren zu können.

Bereits vergangenen Woche hatte die höchste Pandemie-Warnstufe 6 ausgerufen und die Pharmafirmen zu einer beschleunigten Impfstoff-Produktion aufgefordert. Die Unternehmen stehen kurz vor dem Abschluss der Produktion des Impfstoffs gegen die saisonale Grippe. An der Produktion des Schweinegrippe-Impfstoffs arbeiten weltweit mehrere Pharma-Hersteller.

 

Starke Beruhigungsmittel gefährden Demenzkranke 9. Juni 2009

Viele Demenzkranke in Deutschland bekommen trotz riskanter Nebenwirkungen statt einer guten Pflege viele Beruhigungsmittel. Damit wird versucht Pflege einfach und kostengünstig zu ersetzen.

Zu diesem Schluss kommt der Arzneimittel-Report 2009 der Gmünder ErsatzKasse, der von einer „chemischen Gewalt gegen Ältere“ spricht. Wenig Hoffnung macht der Report hinsichtlich der Ausgabenentwicklung bei Arzneien – ein Ende des ständigen Anstiegs ist wegen immer neuer Medikamente aus dem Genlabor nicht in Sicht.

Die Ärzte verschreiben Demenzkranken zu viele Beruhigungsmittel, die im Pflegealltag oft dazu genutzt wird, die Patienten ruhig zu stellen. Beinahe jeder dritte untersuchte Versicherte mit Demenz bekam 2008 ein solches Beruhigungsmittel verordnet, obwohl diese zum Tod der Betroffenen führen können. Lungenentzündungen, Schlaganfälle, Herzprobleme sind nur einige weitere schwerwiegende Risiken.

Dabei werden nicht alle Medikamente verteufelt, schließlich können neue gentechnisch hergestellte Medikamente Patienten mit Krebs, Multipler Sklerose oder Arthritis oft helfen. Der große Haken aber ist, dass in Deutschland die Hersteller die Preise dieser Mittel mit Jahres- Therapiekosten von bis zu 80 000 Euro frei gestalten können, anders als in anderen Ländern.

Die von der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zuletzt entworfene Gesundheitsreform weise eine „Gesetzeslücke“ auf. So müssten dringend auch neue Spezialmittel den vorgesehenen Bewertungen des Nutzens im Verhältnis zu den Kosten unterworfen werden. Kosten enstehen natürlich auch für die Apotheken auf Rechnung, denn diese Arzneien sind nicht gerade billig.

 

Die Pille für längeren Spaß im Bett 3. Juni 2009

So oder so ähnlich dürfte die Vorstellung der meisten sein als sie das erste mal von der Pille Priligy gehört haben, die den Orgasmus des Mannes verzögern soll und so das Liebesspiel im Bett verlängern soll.

Doch die Pille wird nicht verschrieben werden, um den Lifestyle zu verbessern, so der Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Andrologie (Männerkunde), Hermann Behre. Die Pille dient nicht dazu, das Stehvermögen beliebig zu steigern und ist rezeptpflichtig.

Gedacht ist das Medikament nur für Männer, bei denen durch vorzeitigen Samenerguss ein gewisser „Leidensdruck“ besteht. Eine Untersuchung und die Beratung durch einen Urologen sind daher Pflicht. Die Pille des Pharmaunternehmens Janssen-Cilag wird im Juni auf den deutschen Markt kommen. Sie verzögert den Samenerguss, in dem sie Serotonin-Rezeptoren im Gehirn blockiert.

Geschätzte 20 Prozent der deutschen Männer leiden an einer sexuellen Fehlfunktion, die zur frühzeitigen Ejakulation führt. Bei ihnen kommt es entweder bereits vor dem Geschlechtsverkehr, oder innerhalb weniger Sekunden bis maximal eine Minute nach Beginn des Sexualakts zum Samenerguss. Der Serotonin-Hemmer „Priligy“ führt dazu, dass die Ejakulation um das drei- bis vierfache der sonst üblichen Zeit verzögert wird.

Falsch ist allerdings das Gerücht, dass die Pille auch dabei hilft schnell abnehmen zu können.