Alkohol und Party gehören für viele untrennbar zusammen. Das ist beispielsweise in England nicht anders als bei uns in Deutschland. Dort wurde früher vor 23 uhr die letzte Runde in den Pubs bestellt, da danach Sperrstunde war und somit Ausschankverbot. Ergebnis war die Überflutung der Straßen und öffentlichen Plätze kurz nach 23 uhr mit zumeist hemmungslos betrunkenen Briten jeder Altersklasse. 2005 wurde allerdings diese Sperrstunde allerdings aufgehoben, in der Hoffnung den Leuten und Partywütigen den Zwang zu nehmen sich um kurz vor elf noch zwei Pint Guiness reinzuschießen. Die Minister dachten sich wohl, dass die Stammtrinker dann bald bei einem Gläschen Rotwein mit dem Wirt über Theodor Adorno und Nietzsche und deren Erungenschaften für die moderne Philosophie parlieren. Überraschenderweise änderte sich außer der Verlängerung der all-wochenendlichen Trinkgelage der jungen Briten nicht viel. Lediglich der Promillewert und die Gewalttätigkeit der Jugendlichen schoss in die Höhe. Als Resultat stellte die Regierung Brown 2007 den traurigen Rekord von mehr als einer Million alcohol-related-felonies auf. Die Innenstädte großer britischer Städte sind nachts  teilweise zu No-Go-Areas geworden durch die betrunkenen und extrem aggressiven Jugendlichen. Die britischen Bürger haben leider einen überdurchschnittlich hohen Alkhoholkonsum, der von dem Verband britischer Ärzte schon als „regelrechte Epedemie“ bezeichnet wurde.

Für viele britische Jugendliche hat die Regierung mit ihrer Ausweitung der Ausschankzeiten einer „never-ending-party“ geschaffen.

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