Die Pest…..die Geißel der Menschheit oder der schwarze Tod, wie sie im Mittelalter auch oft genannt wurde, war nicht nur damals eine der schlimmsten Bedrohungen der Menschheit, sondern sie stellt auch heute immer noch eine ganz reale Bedrohung dar.

Daher ein paar der wichtigsten Informationen kurz zusammengefasst:

Hinweise auf eine anstehende Pestepidemie deutet ein ungewöhnliches Rattensterben an, denn der Rattenfloh Xenopsylla cheopsis ist der Träger des Bakteriums. Es aber an die 30 anderen Floharten, die die Pest auch übertragen können.

Es gibt unterschiedliche Arten der Pest,

Bei der Beulenpest Bei der Beulenpest erfolgt die Ansteckung gewöhnlich durch den Biss eines Rattenflohs, der den Erreger als Zwischenwirt in sich trägt. Durch den Wirtswechsel wird das Bakterium von einem infizierten auf ein bislang gesundes Nahrungsopfer übertragen, nachdem es sich im Floh vermehrt hat. Die Inkubationszeit liegt bei wenigen Stunden bis sieben Tagen. Die Symptome sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, starkes Krankheitsgefühl und Benommenheit. Später kommt es zu Bewusstseinsstörungen. Der Name Beulenpest stammt von den stark geschwollenen, sehr schmerzhaften Beulen am Hals, in den Achselhöhlen und in den Leisten, die durch die Infektion der Lymphknoten und Lymphgefäße im Bereich des Flohbisses entstehen. Diese Beulen können einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern erreichen und sind aufgrund innerer Blutungen in den Lymphknoten blau-schwarz gefärbt. Die Geschwüre zerfallen, nachdem sie eitrig eingeschmolzen sind.Die Beulenpest als solche ist nicht tödlich, und die Beulen können von selbst abheilen.

Die Lungenpest, Sie beginnt mit Atemnot, Husten, Blaufärbung der Lippen und schwarz-blutigem Auswurf, der extrem schmerzhaft abgehustet wird. Daraus entwickelt sich ein Lungenödem mit Kreislaufversagen, welches unbehandelt nach zwei bis fünf Tagen zum Tod führt. Die Lungenpest wird auch durch Tröpfeninfektion von Mensch zu Mensch übermittelt.

Die abortive Pest ist die harmlose Variante der Pest. Sie äußert sich meist nur in leichtem Fieber und leichter Schwellung der Lymphdrüsen. Nach überstandener Infektion wurden Antikörper gebildet, die eine lang anhaltende Immunität gegen alle Formen der Krankheit gewährleisten.

Behandlung: Die Pest kann mit Antibiotika behandelt werden. Es gibt auch Schutzimpfungen für bis zu 6 Monate, sollte man sich in Pestverseuchten Gegenden aufhalten.

Die Pest heute: Aufgrund besserer Hygienischer Bedingungen und einer möglichen Behandlung ist die Pest vor allem in der westlichen Welt schon seit ca. 100 Jahren nicht mehr das große Schreckgespenst. Allerdings tritt die Pest immer wieder auf, so z.B. in Indien und zuletzt im Kongo. Reisende in diese Gebiete sollten zum einen jeden Kontakt mit Nagetieren meiden und auf jeden Fall eine Schutzimpfung vornehmen lassen.

Zu erwähnen ist auch, dass die Pesterreger in militärischen Einrichtungen als Biologischer Kampfstoff gelagert wird. Die WHO zählt die Pest zu den 10 gefährlichsten biologischen Kampfstoffen.

Zuletzt trat die Pest 2008 in Madagaskar auf, wo sie 18 Opfer forderte.

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