Hilfsbereite Menschen gibt es. Sind sie so selten wie man immer annimmt? Ich weiß es nicht, aber ich kann mal von einem Fall erzählen, den ich im letzten Jahr mitbekommen haben.

Ein Mädchen, sie lebt nicht in Deutschland, ist an einer art Leukämie erkrankt. Die Ärzte gaben ihr nur wenig Chancen, und wenn, dann nur mit Hilfe einer relativ aufwendigen Operation.

Um diese durchzuführen, bedurfte es vorher eines speziellen Medikamentes, Kostenpunkt ca. 200 Euro, das allerdings nicht in dem Land in dem sie lebt zu bekommen ist. Gegen Rezept ist es in Deutschland aber zu bekommen. Das Problem: Wenn es nicht die ganze Zeit gut gekühlt bleibt, kann es tödlich wirken, anstatt zu helfen.

Wie war das Medikament nun zu transportieren? Erstmal wurde bei den verschiedenen Fluggesellschaften angerufen ob die es nicht mit einem Flieger mitnehmen könnten. Allerdings haben die alle sofort abgelehnt, bzw. einen besonderen Kühltransport angeboten…für mehr als 1000 Euro. Da wäre es günstiger gewesen, jemandem ein Ticket zu kaufen und mit einer Kühlbox loszuschicken.

Und dann wurde durch Zufall jemand gefunden, der oft zwischen Deutschland und dem Land, indem das Mädchen wohnt, pendelt bzw. fliegt. Der kannte das Mädchen gar nicht, hat sich aber sofort bereiterklärt das Geld auszulegen, und das Medikament zu befördern. Er machte das ohne viel wenn und aber und hat einfach geholfen.

Das Mädchen bekam das Medikament und konnte operiert werden. Sie ist zwar noch nicht von Ihrer Krankheit geheilt, aber viel spricht dafür, dass die Operation ihr Leben gerettet hat.

Und das auch aufgrund eines hilfsbreiten Menschen.

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