Ich finde, dass Alkoholismus eine der schlimmsten Krankenheiten ist, die es auf der Welt gibt, denn meistens wissen die Menschen nicht, dass sie alkoholkrank sind und ihre ganze Umgebung leidet mit. Wenn ich mir heute die Jugendlichen ansehe mit ihrem Komasaufen, dann wird mir ganz schlecht. Gibt es noch nicht genug Schicksale, von Harald Juhnke bis Britney Spears, die eine Warnung sein müssten? Es sind ja schon von Hause aus nicht die klügsten Köpfe, die sich bis zum Umfallen volllaufen lassen und gerade die trinken sich auch noch um den letzten Verstand. Vermutlich denkt ein 17-jähriger, der eine Flasche Tequilla trinkt, dass er damit bei den Frauen und seinen Kumpels Eindruck macht, aber langfristig gesehen ist das ein Irrtum. Spätestens wenn er in seiner eigenen Kotze liegt, ist der starke Eindruck vorbei. Vielleicht lässt sich dann später noch cool im Kreise von Freunden darüber berichten, wie man sich damals die Kante gegeben hat, aber vernünftige Frauen werden es als Warnung nehmen und das Weite suchen.

In den letzten Tagen hat ja Howard Carpendale über die Alkoholsucht seiner Frau in den Medien berichtet und damit mal wieder etwas Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt, doch leider ist dies immer nur von kurzer Dauer. Alkohol ist in unserer Gesellschaft toleriert und wer etwas zu viel trinkt, der ist eben selber schuld. Eine seltsame Moral, die Werbungund Werbebanner für Alkohol in den Medien erlaubt, aber schon das Rauchen eines Joints am liebsten unter Strafe stellen würde. Was unsere Gesellschaft braucht, das ist eine Aufklärung über Drogen, frei von jeder Ideologie und frei von Gewinnstreben, denn natürlich ist die Industrie, die alkoholische Getränke herstellt und vertreibt, weiter daran interessiert möglichst viel Umsatz zu machen und wird eine Aufklärungskampagne sicher nicht finanzieren. Bis dahin ist jeder selber verantwortlich dafür zu sorgen, dass wenigstens die eigenen Kinder nicht schon mit 12 Jahren ihren ersten Vollrausch erleben.

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