Alle freuen wir uns auf die schönste Zeit des Jahres – den Urlaub. Doch für manche ist die Freude getrübt, weil sie wissen, dass die Anreise für sie eine Tortour wird. Es trifft viele Erwachsene, doch noch häufigiger sind Kinder im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren betroffen, da diese oftmals mit nur wenig Bewegungsmöglichkeit hinten im Auto sitzen.

Ich selber habe zum Glück keine Probleme damit, aber ich kenne in meinem Freundeskreis zwei verschiedene arten von Reiseübelkeit. Bei der einen Gruppe tritt die Übelkeit auf, weil sie vor der Reise aufgeregt sind. Manche habe gewisse Ängste, wie wird der Flug oder die Autofahrt, wie wird das Hotelzimmer sein usw. Das Ungewisse, das auf sie zu kommt, verbunden mit der realen Gefahr, dass natürlich bei jeder Fahrt auch tatasächlich etwas passieren kann, schlägt bei ihnen auf den Magen und kann Übelkeit und Erbrechen auslösen.

Die selben Symptome, doch eine andere Ursache, hat die Reisekrankheit die entsteht, wenn man in einem Auto durch Kurven, Täler und Berge fährt oder auf einem schaukelnden Schiff sitzt. Beliebt sind auch bei vielen die Luftlöcher, die den Ferienflieger für wenige Sekunden etwas durchschütteln.

Ich war mal auf einer Fähre nach Helgoland, das hat fast das ganze Schiff gekotzt. Es war starker Wellengang und das Schiff schaukelte sich ständig auf. Die passiert relativ selten, doch es kommt vor, dass die Schaukelbewegung des Schiffes und der Wellen im Rythmus gegenläufig sind, und dann wird oft auch den hartgesottensten Leuten übel. In unseren Fall kam noch dazu, dass sich der süßliche Geruch von Erbrochenem über das ganze Schiff ausgebreitet hatte, was vielen den Rest gab. Mit etwas Stolz stelle ich fest, dass ich einger der wenigen war, die das letzte Essen nicht den Möven geben musste.

Es gibt übrigends in jeder Apotheke Pillen gegen Reisekrankheit. Sie sind harmlos und sollten genommen werden, wenn es einem schlecht geht.

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