Die Atmosphäre in Arztpraxen und Krankenhäusern ist für viele Menschen angsteinflößend. Die kalten und sterilen Fliesen, der Geruch von Desinfektions mitteln und ein grelles Neonlicht tragen nicht gerade zur Beruhigung bei. Ein neues Konzept aus Licht und Duft soll den Menschen die Angst vor unangenehmen Untersuchungen und Behandlungen nehmen. Das hat jetzt eine Studie der Hochschule Furtwangen belegt, die ein Projekt im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier (BKT) begleitet hat. Zur Beruhigung wurde Orangenblütenduft eingesetzt, weil er in dem Ruf steht, von psychisch belastenden Situationen ablenken zu können. Außerdem hörten die Patienten im Untersuchungsraum beruhigende Musik.

Dynamisches und farbiges Licht führte während der Untersuchungen in der Computer-Tomografie (CT) des Klinikums bei mehr als 70 Prozent der Patienten zu einer deutlichen Angstminderung und Beruhigung. Auch die Ablenkung durch Duft empfanden fast zwei Drittel der Patienten als „angenehm“ oder gar „sehr angenehm“. In vielen medizinischen Bereichen werden Beruhigungsmittel eingesetzt, um die Patienten zur Ruhe zu bringen. Dies könnte in Zukunft nicht mehr so häufig nötig sein, wenn vermehrt auf das „Wohlfühl-Ambiete“ mit Licht, Duft und Musik gesetzt würde. Gerade in Kinderkliniken ist es wichtig, mit fröhlichen Bildern an der Wand für eine angenehmen und persönliche Atmospäre zu sorgen, denn wer schon in jungen Jahren mit schlechten Erinnerungen an Ärzte und Krankenhäuser nach Hause geht, der wird sie später auch nur schwerer wieder ablegen können.

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