Forschern des Universitätsklinikums in Rostock ist es jetzt gelungen, den Mechanismus zu beschreiben, mit dem Cannabinoide ihre Antikrebswirkung entfalten. Für alle Freunde des grünen Krautes bedeutet das jetzt nicht, dass Kiffen vor Krebs schützt, sondern nur, dass man nun weiß, auf welche Weise diese Cannabinoide wirken. Seit den 90er Jahren gibt es eine intensive Forschung auf diesem Gebiet, nachdem festgestellt wurde, dass die Einnahme von Cannabis-Produkten bei krebskranken Menschen schmerzlindernd wirkt und in der Zeit der Chemotherapie die Übelkeit vermindert. Weitere Forschungen an Tieren hatten dann noch ergeben, dass auch die ungehemmte Zellteilung des Krebs gebremst werden oder sogar Tumorzellen getötet werden können. Dr. Robert Ramer und Prof. Dr. Burkhard Hinz ist nun der Nachweis gelungen, dass Cannabinoide auch das Eindringen von Tumorzellen in das umliegende Gewebe verhindern.

“Die Untersuchungen zur Antikrebswirkung von Cannabinoiden haben das Stadium der experimentellen Forschung noch nicht überschritten. Die bisherigen Befunde sowie die derzeitige Auffindung einer Reihe von Cannabinoid-Vertretern ohne “Rauschwirkung” geben jedoch begründeten Anlass zur Hoffnung, dass diese Stoffe perspektivisch eine zusätzliche Option zur Krebstherapie darstellen könnten, die mit weniger Nebenwirkungen als die in der herkömmlichen Chemotherapie erwendeten Medikamente auskommt”, so Professor Hinz, der das Institut für Toxikologie und Pharmakologie der Universität Rostock seit Mai 2007 leitet.

Ich finde es aber trotzdem interessant, dass in Deutschland Cannabis verboten ist, obwohl die Gefährlichkeit von Alkohols bei weitem größer ist. Jugendliche saufen sich jedes Wochenende auf Parties ins Koma, manche sogar zu Tode, und trotzdem tut der Gesetzgeber immer noch so, als würde die eigentliche Gefahr von Hanf ausgehen. Es ist eine verlogene Gesellschaft, in der wir leben, die nicht an Wahrheiten, sondern nur an Umsätzen interessiert ist. Ich bin froh, dass die Unabhängigkeit der Forschung wenigstens noch zu einem kleinen Teil gegeben ist, damit solche Untersuchungen wie hier auch weiter betrieben werden können.

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