Wie Spiegel Online berichtet, wirft die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch Städten und Gemeinden eine unzureichende Informationspolitik vor. Bürger müssten auf der Wasserrechnung erfahren, wenn die Uranbelastung von Trinkwasser die für Säuglinge empfohlene Grenze überschreitet.

„Die Informationshoheit der Beamten zählt mehr als das Informationsrecht der Bürger“, sagte Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode der „Berliner Zeitung“. „Deshalb fordern wir die Informationspflicht auf der Wasserrechnung, und zwar sobald der Wert über zwei Mikrogramm liegt, also der für Säuglingsnahrung geltenden Obergrenze.“ Nach gesetzlichen Vorgaben müssten schon heute Verbraucher darüber informiert werden, wenn Gefahren für die Gesundheit bestehen.

Leider ist es wie immer alles etwas verwirrend mit den Inhaltsstoffen. Niemand weiß nichts genaues und jeden Tag wird eine neue oder manchmal auch im Sommerloch, und wir haben gerade Sommer, eine alte Sau durchs Dorf getrieben. Es hört sich doch gut an, wenn man den Leuten erzählen kann, im Trinkwasser ist Uran. Atombomben aus dem Wasserhahn? Liebe Umwelt- und sonstige Schützer. Hört mal endlich damit auf die Leute immer in Panik zu versetzen. Mir soll es Recht sein, wenn ihr Euch gegen Elektrosmog mit Kupferkablen in den Wänden zur Wehr setzt, ihr könnt auch gerne alle Schadstoffe inklusive der dazugehören Grenzwerte auswendig lernen, aber lasst uns mit Eurer Panikmache in Ruhe. Brennt in Ruhe Eure Duftstäbchen zuhause ab, richtet Eure Toiletten nach den Regeln des Feng Shui ein, wenn ihr gegen Eure Ängste keine Therapie machen wollt, bitte bitte lasst uns in Ruhe, denn die Verbreitung von Angst und Panik ist auch eine form der Umweltverschmutzung.

Wie Spiegel Online berichtet, hatte Foodwatch bundesweit von Behörden Daten über die Uranbelastung von Trinkwasser angefordert. Bei 8000 Proben habe es 150 Fälle gegeben, bei denen die Uranmenge über dem Leitwert des Umweltbundesamtes gelegen habe, der bei zehn Mikrogramm Uran pro Liter Trinkwasser liegt. Allerdings kann Uran nur in sehr hohen Dosen nierenschädlich sein.

Die Zwei-Mikrogramm-Marke für Mineralwässer zur Ernährung von Säuglingen hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) festgelegt, damit sich teuer beworbenen Mineralwässer vom Leitungswasser abheben müssen. Die Grenze sei „nicht gesundheitlich abgeleitet“, erklärte das BfR.

Das Schwermetall Uran kommt natürlich in bestimmten Gesteinsarten vor und gelangt auf diese Weise auch ins Trinkwasser. Aber auch Aktivitäten des Menschen können höhere Uranwerte zur Folge haben, etwa der Abbau von Kupferschiefer oder der intensive Einsatz von Phosphaten in der Landwirtschaft.

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