Auf einem Online Gesundgeitsforum bin ich  vor einiger Zeit auf das Thema „Neuropathischer Schmerzen“ (Nervenschmerzen) gestoßen.

Mit war, wie vielen die dort diskutierten, am Anfang nicht klar, was dieser Begriff in seiner umfassenden Fülle alles bedeuten kann.

Offensichtlich besteht gerade unter Laien Aufklärungsbedarf, obwiohl im Netz eine Vielzahl von Informationen hierzu zu finden sind.

Da ich aber keine Medizinierin bin, möchte ich mir nicht anmaßen, selbst ein Expose zu diesem Thema zu veröffentlichen. Was ich aber tun konnte war es, die einzelnen Internet-Auftritte zu sichten und denjenigen vorzustellen, der ganz offensichtich die größte Kompetenz für meine Leser inne hat.

Der Deutscher Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz (DFNS) vereinigt alle relevanten Institute und Forschungseinrichtungen, die sich mit Neuropathischen Schmerzen beschäftigen. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, besteht über dessen Kompetenz wohl kein ersthafter Zweifel.

Nachdem ich mich nun mit dem Internetauftritt http://www.neuropathischer-schmerz.de/ auseinandergesetzt habe, schickte ich eine Anfrage für ein kurzes Interview.

Frau Vedrana Romanovic vom DFNS war so freundlich uns sofort sehr umfassend zu antworten und meinen Lesern die Möglichkeit zu geben, den DFNS sowie deren Internetauftritt kennenzulernen. Ich möchte Ihr hier sehr herzlich danken. Fachinstitute und Gesellschaften handelt meiner Ansicht nach genau richtig, wenn sie auch uns „Laien“ unsere Fragen beantworten und dies nicht irgendwelchen „halbwissenschaftlichen“ Autoren überlassen, von denen es im Internet leidr viel zu viele gibt!

Danke Frau Romanovic!

Stellen Sie bitte Ihre Internetseite kurz vor!

Die Webpräsenz des Deutschen Forschungsverbundes Neuropathischer Schmerz (DFNS) hat das gleiche Ziel wie unser Verbund selbst – die medizinische Versorgung von Patienten mit Nervenschmerzen, in der Fachwelt neuropathische Schmerzen genannt, grundlegend zu verbessern. Deshalb ist uns wichtig, eine möglichst breite Zielgruppe – Ärzte, Kooperationspartner, Patienten und Medien – anzusprechen und zu informieren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den DFNS seit 2002 und ermöglicht damit auch den Dialog über unseren Internetauftritt.

Wie haben Sie mit Ihre Internetseite angefangen?

Fokusiert – die erste Zeit standen die Projekte und Zentren des DFNS im Mittelpunkt. Dem DFNS ist es gelungen, die in Deutschland vorhandene Expertise auf dem Gebiet des neuropathischen Schmerzes zu bündeln. Die Kooperation in diesem breiten Netzwerk stellt einen großen Schritt in Richtung „mechanismen-orientierter Therapie“ dar. Diese neue, heute international als bahnbrechende Innovation der Schmerzforschung anerkannte Idee besagt, dass jeder einzelne Schmerzmechanismus eine spezifische Therapie erfordert. Alle Projekte des DFNS sind darauf ausgerichtet, diesen Leitgedanken in konkrete, zeitnahe und klinisch anwendbare Ergebnisse umzusetzen. Die Forschungsprojekte rund um diesen Leitgedanken haben wir mit unserer Internetseite systematisch nach außen als auch nach innen getragen.

Was war der größte Erfolg Ihrer Internetseite?

Seit unserem Relaunch im April 2007 bietet unsere Website eine benutzeroptimierte Navigation, die gezielt auf die Bedürfnisse unserer einzelnen Zielgruppen zugeschnitten ist. Ärzte, Patienten und Pressevertreter finden in speziell für sie konzipierten eigenen Rubriken auch die für sie relevanten Inhalte. Übergreifende Rubriken informieren noch umfassender über den DFNS und seine Projekte. Dass wir einen erfolgreichen Weg eingeschlagen haben, zeigt die positive Resonanz als auch die deutliche Erhöhung der Besucherzahl auf unserem Portal.

Welche Themen interessieren Ihre Benutzer am meisten?

Das ist natürlich je nach Zielgruppe sehr unterschiedlich – Ärzte und Medienvertreter sind stark an den DFNS-Forschungsprojekten und den Teilnehmern interessiert. Patienten und deren Angehörige suchen in den FAQs oder dem Glossar eher nach Informationen zu Diagnostik und Therapie neuropathischer Schmerzen. Immer häufiger bekommen wir auch Anfragen über unser Patienten-Kontaktformular. Hier bieten wir z.B. die Möglichkeit, an das nächstgelegene QST-Untersuchungszentrum des Verbundes verwiesen zu werden. Die Quantitativ Sensorische Testung, kurz QST, ist ein vom DFNS weiterentwickeltes und standardisiertes Untersuchungsverfahren, das eine genaue Analyse der neuropathischen Schmerzsymptomatik und damit die Voraussetzung für eine gezielte Therapie ermöglicht.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt und sind diese erreicht worden?

Unser Ziel ist das Wissen über neuropathischen Schmerz zu bündeln, weiter zu erforschen und schließlich in die klinische Praxis zu übertragen. Um diesem gerecht zu werden, müssen wir den Informationsfluss und den Kontakt zu Ärzten, Patienten, Angehörigen und einer interessierten Öffentlichkeit pflegen und erweitern. Gerade für Patienten oder interessierte Laien brauchen wir noch anschauliche Texte zu den einzelnen neuropathischen Krankheitsbildern und Therapie-Möglichkeiten sowie Bildmaterial. Letztlich arbeiten wir daran, die Inhalte auf unserer Website kontinuierlich zu aktualisieren und auszubauen.

Danke für das Interview!

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