Man redet vom typischen Erkältungswetter, wenn im Herbst die feucht-kalte Wetterperiode beginnt, doch auch heisse Tage im Sommer mit viel Wind und kalten Abenden können gefährlich sein, denn nicht die tatsächliche Temperatur ist es, die uns anfällig macht, sondern die gefühlte Temperatur.

Sie wird durch Faktoren wie Temperatur, Nässe und Wind, aber auch durch Sonneneinstrahlung und Luftdruck bestimmt. Außerdem wird die gefühlte Temperatur durch den Wärmeaustausch des Menschen mit seiner Umgebung, d.h. durch die Kleidung, beeinflusst. Zudem fließen Körpergröße, Gewicht und Alter in die Empfindung mit ein. Berechnet wird diese komplexe Größe nach dem Klima-Michel-Modell des Deutschen Wetterdienstes, das das thermische Empfinden eines etwa 35-jährigen Mannes mit circa 1,75 Meter Länge und 75 Kilogramm Gewicht zugrunde legt. Natürlich kann das Ergebnis dieser Berechnung nur ein Richtwert sein, denn es gibt noch viele weitere persönliche Faktoren, die entscheiden, wie das Temperaturempfinden des Menschen ist.

Um Erkältungen zu vermeiden, sollte man bei der Wahl der Kleidung etwas vorausschauend handeln und dafür ist die Angabe der gefühlten Temperatur ganz interessant. Feucht-kaltes Wetter oder besonders heisse Tage sind ein Anzeichen für mögliche Erkältungswellen. Wer sich hier nicht zu dünn kleidet, große Menschenansammlungen meidet und vielleicht größere Anstrengungen vermeidet, der hat eine bessere Chancen vom Schnupfen verschont zu bleiben.

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