Bei immer mehr Operationen nutzen Ärzte die natürlichen Körperöffnungen der Frau, um schonender zu operieren.

Bei der transvaginalen Operation verwenden Chirurgen den Weg über die Vagina zum Einführen einer Art Transportkanüle. Über diese Metallhülsen können anschließend die Instrumente an den Ort gebracht werden, wo operiert wird. Zudem benutzen die Ärzte den Bauchnabel, um eine Minikamera in den Bauchraum zu befördern. Dafür ist lediglich ein kleiner Schnitt von fünf Millimetern nötig, der keine Narbe hinterlässt. Auf dem Monitor können die Chirurgen dann genau sehen, wo die Organe und Blutgefäße liegen.

Bisher sind Operationen erfolgreich am Blinddarm, Dickdarm und der Gallenblase erfolgreich durchgeführt worden. Mehrere Ärzte und Krankenhäuser bieten inzwischen die transvaginale Technik an und selbst für Männer gibt es bereits eine schonende Alternative: Sie bekommen einen einzigen kleinen Schnitt in den Bauchnabel. Durch diese Öffnung können dann alle Instrumente eingeführt werden.

Die Spezialisten auf diesem Gebiet hoffen in wenigen Jahren auch Speiseröhren- oder Lungentumore über natürliche Körperöffnungen entfernen zu können, denn bereits im Jahr 2006 ist es einem indischen Arzt zum ersten Mal gelungen einen entzündeten Blinddarm durch die Mundhöhle des Patienten zu entfernte. Er wurde dadurch Vorreiter eines noch fast unerforschten Gebietes der Chirurgie, das in den nächsten Jahren und Jahrzehnten an Bedeutung gewinnen wird.

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