Meine Großmutter klagte eine Zeit lang über Schlafstörungen, doch kein Arzt konnte ihr helfen. Schlafmittel wollte sie zu Recht nicht nehmen, denn bei älteren Menschen können sie zu Gleichgewichtsstörungen führen, die dann zu den gefürchteten Stürzen mit folgendem Oberschenklehalsbruch führen können, der für viele alte Menschen das Todesurteil bedeuted, weil sie sich nicht mehr davon erholen. Zudem beinflussen Schlafmittel oft die Wirkung von anderen Medikamenten.

Je länger sich die Periode der Schlaflosigkeit hinzog, umso dringender wurde es eine Lösung zu finden, denn langsam griff der Schlafmangel schon die Gesundheit meiner Großmutter an, doch leider war die Wissenschaft zu dieser Zeit noch nicht mit den Untersuchungsergebnissen aus zahllosen Schlaflabors ausgestatter, deren Wissenschaftler heute bereits so ziemlich alles über unseren Schlaf herausgefunden haben, was es zu wissen gibt. Entspannungstechniken werden angeboten, wirksame Therapien gegen das Schnarchen, Einschlafstrategien usw. Schlaf- und Wachrhythmen werden analysiert und entsprechende Empfehlungen ausgesprochen, so dass sich jeder seinen individuell angepassten Schlafplan erstellen lassen kann.

Für meine Großmutter kamen diese ganzen Erkenntnisse leider zu spät. In ihrer Zeit hat man in solchen Fällen einen Wünschelrutengänger kommen lassen, der unterirdische Wasseradern aufspüren sollte, um den besten Platz für das Bett zu finden. Konnte kein entsprechender Platz gefunden werden, so musste der Fussboden mit Kupfergittern ausgelegt werden, die die Energien des fließenden Wassers abschirmen sollen, was im Falle meiner Großmutter auch geschehen ist. Leider hat alles nichts geholfen und sie konnte sich nie mehr dauerhaft erholen.

Die Geschichte soll zeigen, wie wichtig ein gesunder Schlaf für uns ist. Wer sich in verrauchten Zimmern schlafen legt, wer regelmäßig betrunken ins Bett geht, wer nicht auf die Zeichen eines ungesunden Schlafes achtet, sondern morgens einfach schnell drei Tassen Kaffee in sich hineinkippt um munter zu werden, der riskiert ernsthafte gesundheitliche Probleme.

Im übrigen hat eine Untersuchung bei Kühen ergeben, dass sich die Tiere bevorzugt in einer Nord-Süd-Ausrichtung schlafen legen und also ganz offensichtlich auf das Magnetfeld der Erde reagieren. Wer schlecht schläft, der könnte also mal sein Bett einfach mal nach Norden ausrichten und schauen, ob es eine Veränderung bringt.

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