Wer schon einmal mit „Rheuma“ Patienten zu tun hat, der weiss auch, wie stark die Betroffenen leiden.

Obwohl es wohl niemanden gibt, der keinen unter Rheuma Leidenden in seinem Bekanntenkreis hat, sind die Informationen über Rheuma doch weitläufig und ungenau. Dass Rheuma auch schon bei Kindern vorkommen kann, ist vielen unbekannt.

Unsicher sind auch die meisten, ob es sich bei ihren Beschwerden wirklich um Rheuma handelt. Dabei ist, wie bei so vielen Krankheiten, die rasche Diagnose und Behandlung, wesentlich für einen Heilungserfolg sind.

Für die von Rheuma Betroffenen, aber auch für diejenigen die sich frühzeitig schützen wollen, besteht im Netz das Deutsche Rheuma Haus.

Hier wird professionelle und praktische Hilfe geleistet.

Herr Prof. Schneider vom Deutschen Rheuma Haus hat uns freundlicher Weise ein Interview gegeben, das nun im folgenden weitergeben wird.

Vielen Dank Herr Prof. Schneider

Stellen Sie bitte Ihre Internetseite kurz vor!

Die Seite bietet Patienten Informationen zu vielen Krankheitsbildern, die unter den Begriff

„Rheuma“ fallen sowie deren Therapiemöglichkeiten.

Im Praxis- und Klinikwegweiser können Patienten bundesweit nach einem Rheumatologen in

ihrer Nähe suchen; mit dem Rheuma-Check Fragebogen kann man innerhalb von 2:30 Minuten

sein Risiko ermitteln, an einer entzündlich rheumatischen Erkrankung zu leiden.

Außerdem informieren wir die Öffentlichkeit über unsere Aktionen zur Früherkennung und unsere

Aufklärungskampagnen.

http://www.rz-rhein-ruhr.de ist die Internetpräsenz des Kooperativen Rheumazentrum Rhein-Ruhr e.V.

Das RZ-RR ist das größte der 30 Kooperativen Rheumazentren in Deutschland. Die

Rheumazentren wurden 1992 vom Bundesgesundheitsministerium ins Leben gerufen.

Das RZ-RR hat mittlerweile 78 Mitglieder aus der Region Rhein-Ruhr, niedergelassene

Rheumatologen und solche aus klinischen Einrichtungen.

Für die Mitglieder des RZ-RR bieten wir über das Jahr verteilt Fortbildungsveranstaltungen an

sowie Zugriff auf das CME, ein Online Test-Center zum Erwerb von Fortbildungspunkten.

Medizinstudenten der Uniklinik Düsseldorf haben die Möglichkeit über das Lernsystem Ilias auf

Vorlesungen zur Rheumatologie zuzugreifen.

Wie haben Sie mit Ihrer Internetseite angefangen?

Als im Jahr 2007 aus dem „kleinen“ Rheumazentrum Düsseldorf das große Rheumazentrum

Rhein-Ruhr wurde, haben wir das erste große Projekt, den Rheuma-Check Express, gemeinsam

mit unseren Mitgliedern durchgeführt. Der Rheuma-Check Express war ein Bus, mit dem wir in 24

Städten innerhalb von 5 Wochen 2.616 Menschen auf entzündliches Rheuma getestet haben. Eine

Beschreibung des Projekts, Fotos und Presseecho sind auf unserer Seite zu finden. Anlässlich

dieses Ereignisses haben wir die Seite ins Leben gerufen, die unter http://www.rheumanet.org ihre

Ursprünge schon in 1994 hat.

Was war der größte Erfolg Ihrer Internetseite?

Der größte Erfolg ist sicher unser Angebot des Rheuma-Check Fragebogens. In den letzten

zweieinhalb Jahren haben fast 20.000 Menschen die Fragen des Rheuma-Checks beantwortet,

um ihre Beschwerden besser einordnen zu können.

Welche Themen interessieren Ihre Benutzer am meisten?

Habe ich Rheuma? Und wenn ja, was tue ich dann?

Wir bieten mit dem Rheuma-Check einen ersten Test und weisen einen kurzen und wohnortnahen

Weg in eine fachärztliche Behandlung.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt und sind diese erreicht worden?

Unsere Ziele sind zum einen die Botschaft an die Bevölkerung, immerhin 12 Millionen Menschen

im Einzugsgebiet Rhein-Ruhr, dass Rheuma behandelbar und Früherkennung auch bei

entzündlichem „Rheuma“ wichtig ist.

Informationen über die frühen Symptome von z.B. Rheumatoider Arthritis führen zu früher

Erkennung der Krankheit und damit zu einer wirksamen Therapie, mit der man im

Anfangsstadium die Krankheit gut unter Kontrolle bringen kann.

Noch vor drei Jahren dauerte der Weg von den ersten Symptomen bis in die fachärztliche

Betreuung ca. 2 Jahre. Dieser Zeitraum hat sich mittlerweile auf ca. 6 Monate bis 1 Jahr

verringert.

Wir arbeiten ebenso an der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung von Rheumatologen, da die

Forschung auf diesem Gebiet sehr aktiv ist. Die Rückmeldungen zu unseren Veranstaltungen sind

sehr positiv und die Teilnehmerzahlen sprechen für sich. Auch die Bereitschaft unserer Mitglieder,

sich neben ihrer täglichen Arbeit in Klinik und Praxis an unseren außergewöhnlichen Aktionen zu

beteiligen, ist sehr erfreulich.

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