Der Herbstanfang ist auch gleichzeitig der Beginn der Grippezeit. Mit regelmäßigen Saunagängen kann man jetzt sein Immunsystem stärken und so einer Grippe vorbeugen. Durch die Erhöhung der Körpertemperatur auf bis zu 39°C wirkt ein Saunagang wie ein kleines Fieber und kann sogar Krankheitserreger abtöten, die sich bereits im Körper befinden

Fast jeder Mensch kann in die Sauna gehen, lediglich Diabetiker und Bluthochdruckpatienten sollten aufpassen und ihren Arzt befragen.

Einen Saunagang sollte man grundsätzlich liegend beginnen, damit sich der Körper entspannen und langsam an die Hitze gewöhnen kann. In der Sitzposition ist der Kopf größerer Wärme ausgesetzt, denn je höher, umso heißer die Luft. Hat man sich an die Temperatur gewöhnt, sollte man sich für den restliche Zeit des Saunagangs hinsetzen.

Ein Saunagang dauert ideal etwa 15 Minuten, in denen man zwischendurch Aufgüsse mit ätherischen Ölen macht, um auch die Lungen zu reinigen und die entspannende Wirkung der Sauna zu verstärken. Nach dem Saunagang wird geduscht und ein kaltes Bad genommen. Die meisten Saunen bieten ein entsprechendes Kaltwasserbecken an.

Angenehm ist es auch den Saunagang nach 5 Minuten zu unterbrechen und ein Salzpeeling zu machen. Der Körper wird mit normalem Kochsalz ein- und abgerieben, danach ohne zu duschen wieder in die Sauna gehen. Beim zweiten Saunagang kann man statt des Salzes ein Honigpeeling machen, um die Haut zurück zu fetten. In einer öffentlichen Sauna muss man natürlich sehen, dass man den Hönig nicht auf Bänken und Sitzen verteilt.

Die bevorzugte Sauna-Variante ist die „klassische Sauna“, die der finnischen Sauna sehr ähnlich ist. Dabei sorgen meist heiße Steine, manchmal auch ein Kamin, für die Hitze von 80 bis 95 Grad Celsius. Hin und wieder wird die Luftfeuchtigkeit für kurze Zeit von zehn bis 15 auf 20 Prozent angehoben, indem Wasser, teilweise mit Aromen wie Eukalyptus versetzt, auf die heißen Steine gegossen wird. Damit steigt auch das Wärmeempfinden. Die hohen Temperaturen fördern die Bildung von Abwehrstoffen. Mittlerweile gibt es auch „mildere“ Formen der klassischen Sauna, die sich durch eine geringere Temperatur von 50 bis 70 Grad Celsius und höhere Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent auszeichnen.

Nach dem Saunagang empfiehlt es sich, ein warmes Fußbad zu nehmen, um die Durchblutung der Füße und Beine zu verstärken. Anschließend folgt eine Ruhephase von etwa 30 Minuten. Eigentlich jede Sauna bietet hierfür einen Ruhebereich an. Scheuen sie sich nicht Ruhe zu erbitten, wenn andere Besucher den Ruheraum mit der Kneipe verwechseln. Bedürfnisse und Sitten sind regional unterschiedlich, besonders unsere russischen Saunafreunde benötigen noch die eine oder andere Nachhilfestunde, um sich den deutschen Gepflogenheiten anzupassen. Im Bademantel und die Füße mit Socken geschützt, legen sie sich für etwa 30 Minuten hin, auch ein kleiner Schlaf tut gut.

Da man in der Sauna viel Wasser verliert, sollte man zwischen den Saunagängen ausreichend trinken, bevorzugt Wasser oder Apfelsaftschorle.

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