In Prag und Umgebung grassiert die schlimmste Infektionswelle seit den 70er Jahren. Über 440 Patienten sind bereits infiziert und weitere mit Krankheitssymptomen in Krankenhäusern untergebracht. Tschechien-Urlaubern wird dringend geraten sich impfen zu lassen. Auf welchem Weg sich die Infektion verbreitet hat ist noch nicht bekannt. Hepatitis A ist eine Virusinfektion, die bei fehlender Hygiene über Lebensmittel, aber auch über Blut, Schleim und ungewaschene Hände übertragen werden kann. Häufig sind auch Infektionen im Drogenmilieu und bei Prostituierten. Ebenfalls in Schulen und Kindergärten sind Infektionen nicht selten. Dort wird der möglichen Infektion mit speziellen Desinfektionsmitteln vorgebeugt.

Der Verlauf der Krankheit ist nicht chronisch und eher unangenehm als gefährlich. Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, Durchfall und Müdigkeit. Der Hepatitis A-Virus beeinträchtigt die Leberfunktion, führt aber nicht zu bleibenden Schäden. Ein schwerer Verlauf der Krankheit ist nur bei Patienten zu finden, deren Leber bereits vorgeschädigt ist.

Inzwischen wird in Tschechien auch der Impfstoff gegen Hepatitis-Infektionen knapp. In den betroffenen Gebieten sind alle Rationen aufgebraucht, das Gesundheitsamt kauft derzeit im Ausland zusätzlichen Impfstoff auf. Trotzdem besteht kein Grund auf Reisen nach Tschechien zu verzichten. Wer sich nicht impfen lassen kann oder möchte, für den sind vorbeugende Verhaltensweisen angebracht. Neben der Vermeidung von Körperkontakten sollte keine rohen Lebensmittel verzehrt werden, Getränke nimmt man am besten aus der Flasche und ohne Eiswürfel zu sich.

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