Angaben der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft ist Hautkrebs in Deutschland zu einem Massenphänomen geworden. Jedes Jahr erkrankten etwa 250.000 Menschen an hellem und 16.000 Menschen an dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs.

In Berlin tagte gerade der 4. Deutschen Hautkrebskongresses, anlässlich dessen nun auch die Zahlen veröffentlicht wurden. Jeder fünfte Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an Hautkrebs. „Hautkrebs ist zu einer Volkskrankheit geworden“, sagte der Direktor der Hautklinik an der Berliner Charité, Wolfram Sterry auf dem Kongress.

Der weiße Hautkrebs, die Basaliome, sind vergleichsweise harmlos, wenn sie behandelt werden. Sie bilden keine Metastasen und können operativ vollständig entfernt werden.

Gefährlicher dagegen sind Melanome, denn sie können bei Nichtbehandlung tiefer in die Haut eindringen und so in den Blutkreislauf geraten, wo sich Metastasen bilden. Um dies zu verhindern, ist eine regelmäßige Vorsorge nicht nur für ältere Menschen wichtig. Immer mehr junge Menschen erkranken inzwischen daran, so dass inzwischen die Vorsorge von den Krankenkassen schon im Alter von 35 Jahren übernommen wird.

Zu den Hauptursachen für die Zunahme der Erkrankungen zähle intensives Sonnenbaden, weshalb auch die Krebsrate in warmen Ländern höher ist als in unseren Breiten. Das ist jedoch kein Grund für uns Vorsichtsmaßnahmen zu unterlassen, denn die Folgen zu intensiver Sonneneinstrahlung können auch viele Jahre später noch auftreten. Besonders Kinder müssen geschützt werden. Zu langes Sonnenbaden kann für sie gefährlich werden. Bester Schutz gegen Hautkrebs ist das Vermeiden von direkter Sonneneinstrahlung, wobei man wissen muss, dass Wolken keinen UV-Schutz bieten. Kleidung, Cremes oder echter Schatten sind gefragt.

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