In Deutschland sind sie nur noch selten zu finden und daher vielleicht etwas in Vergessenheit geraten, doch bei Auslandsreisen sieht das anders aus. Besonders in wärmeren Ländern ist die Wahrscheinlichkeit in einem Bett mit Wanzen einquartiert zu werden deutlich höher. Leider kann man sich davor nicht schützen, denn die kleinen Biester verstecken sich so geschickt, dass sie in ihren Ritzen und Spalten nicht zu entdecken sind. Erst die typischen Bisswunden auf der Haut sind unzweifelhafter Beweis für ihre Existenz.

Wer denkt, dass sich Bettwanzen nur in schmutzigen Häusern einnisten, der irrt gewaltig. Im letzten Jahr gab es ein prominentes Beispiel dafür, dass selbst Luxushotels davor nicht sicher sind, denn die Wanzen verstecken sich im Gepäck von Reisenden und machen sich dann in ihrem neuen Zuhause breit. Das Mandarin Oriental Hyde Park, eins der luxuriösesten Hotels in London sah sich einer Millionenklage eines amerikanischen Staranwalts ausgesetzt, der dort eine Woche mit seiner Frau genächtigt hatte und mit deutlichen Bissspuren seine Heimreise in die USA antreten musste. Aber nicht genug, die „bedbugs“ hatten sich dann nach der Ankunft auch in seinem dortigen Appartement breit gemacht.

Bettwanzen sind leider nicht die einzigen Gäste, die sich gerne bei uns einnisten, allerdings vielleicht die unangenehmsten, denn sie saugen unser Blut und hinterlassen juckende Quaddeln, die sich einige Tage halten. Auch eine Infektion ist nicht ausgeschlossen, allerdings sind Übertragungen von Krankheiten wie HIV oder Hepatitis noch nicht nachgewiesen. Abhilfe kann im übrigen nur ein Kammerjäger schaffen.

Die anderen Besucher in unseren Schlafzimmern sind Flöhe, Milben, Motten, Mücken, Kakerlaken, Taubenzecken und mehr. Suchen Sie sich einfach aus, was Ihnen gefällt.

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