Vielen ist unbekannt, dass unser Darm mehr Nervenzellen besitzt, als unser Gehirn. Nicht ohne Grund ist das „Bauchgefühl“ so wichtig, wenn es um Entscheidungen geht, die unsere Verstand nicht eindeutig zu treffen vermag. Der Darm ist mit seinen Nerven direkt mit dem Gehirn verbunden, als Neurotransmitter (Überträger) spielt das Serotonin eine wichtige Rolle.

Stress und ungesunde Ernährung schlagen uns nicht nur auf den Magen, sondern vor allem auf den Darm, bei vielen Menschen führt das zu einer chronischen Erkrankung, dem Reizdarm. Häufige Durchfälle und ständige Schmerzen machen den Betroffenen das Leben schwer und eine Diagnose fällt schwer. Da die Symptome ähnlich sind wie bei Darmkrebs, sind Blutuntersuchungen und Darmspiegelungen mit Biopsien notwendig, doch nicht wird gefunden. Sicherlich ist es eine Beruhigung zu wissen, dass man keinen Darmkrebs hat, aber wer möchte schon hören, dass niemand weiß, woher seine Leiden kommen. Gerne wird auch mal fälschlicher Weise eine Colotis Ulcerosa diagnostiziert, die als chronische Krankheit nur symptomatisch behandelt werden kann. Dem Patienten wird damit vermittelt, dass er für den Rest seines Lebens unter dieser Krankheit leiden wird.

Die Erforschung des Darmes hat zwar in den letzten Jahrzehnten eine Fortschritte gemacht, doch wird sie leider von Forschung und Wissenschaft stiefmütterlich behandelt. Auch Pharmaunternehmen zeigen kein besonderes Interesse an diesem Forschungsgebiet. Für Krankheitsschübe gibt es Cortison und ein paar andere Mittelchen, was scheinbar ausreichen soll.

Problematik von Darmerkrankungen ist, dass sie häufig psychische Ursachen haben, die natürlich nicht eindeutig nachweisbar sind, da sie oft mit einer körperlichen Erkrankung einhergehen. Wenn eine Psychotherapie für eine Verbesserung der Gesundheit sorgt, ist dies oft der einzige Hinweis auf den Zusammenhang von seelischen Problemen mit der Darmerkrankung. Hier muss man sich einfach noch mal klar machen, dass der Darm mit seinem verflochtenen Nervensystem eben eher ein Gehirn als ein Muskel ist. Somit sind Erkrankungen dort auch häufiger psychischer Natur.

Wer von seinem Arzt bisher keine befriedigenden Aussagen bekommen hat, der kann sich hier anmelden und mit anderen Betroffenen diskutieren und Erfahrungen austauschen.

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