Forscher der Universität Leipzig und des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie haben eine neuartige Diagnosemöglichkeit für Lungenkrebs entwickelt.

Bisher mussten bei der Früherkennung mit viel Aufwand Röntgenaufnahmen angefertigt und eine Spiegelung der Atemwege durchgeführt werden. Dies war nicht nur langwierig sondern auch eine Belastung für den Patienten. Bei der neuen Methode ist es nun ausreichend eine Viertelstunde lang in ein spezielles Gerät zu atmen, das die ausgeatmete Luft auf Luftfeuchtigkeit und Eiweißmoleküle untersucht.

Noch muss die Diagnosemethode in klinischen Studien überprüft werden, doch die Forscher sind zuversichtlich, dass in einigen Jahren ein marktreifes Testgerät bereit steht, dass Leben retten kann.

In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 50.000 Menschen an Lungenkrebs, der die dritthäufigste Krebsart ist. Durch die bisher schwierige Früherkennung konnten im Anfangsstudium vielfach keine Therapien begonnen werden, da die Unterscheidung zwischen entzündlichen Krankheiten und Krebserkrankungen nicht möglich war. In Zukunft werden immer mehr Menschen vom Lungenkrebs geheilt werden können, allerdings muss man Vorsorgeuntersuchungen auch wahrnehmen. Beim Darmkrebs zum Beispiel ist das große Problem, dass viele Menschen sich vor der Untersuchung scheuen und lieber russisch Roulette spielen.

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