Letzte Woche fand in Berlin der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) statt, was für mich ein Anlass ist, das Thema Rheuma ebenfalls zu diskutieren. Was ist Rheuma überhaupt? Jeder hat das Wort gehört, aber keiner weiß so richtig darüber Bescheid. Die meisten halten Rheuma für eine Krankheit von alten Menschen, was aber nur zum Teil richtig ist. Altersarthrose entsteht durch den Verschleiß der Gelenke, während die eigentliche Volkskrankheit, die rheumatoide Arthritis eine Autoimmunerkrankung ist, bei der die körpereigene Abwehr gesundes Gewebe angreift. Diese Krankheit kann im schlimmste Fall sogar lebensbedrohlich sein.

Etwa 1,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer rheumatischen Erkrankung, um deren bessere Versorgung auf dem Kongress diskutiert wurde. Inzwischen wird Rheuma nicht mehr nur mit den klassischen Entzündungshemmern wie Kortison behandelt, sondern es gibt bereits spezifischere Medikamente, die zum Beispiel die Bildung von Antikörpern verhindern sollen.

Wichtig für die Behandlung von Rheuma ist die Früherkennung. Im Anfangsstadium kann ein chronischer Verlauf der Krankheit noch verhindert werden. Wer Beschwerden bei sich feststellt, wie geschwollene und entzündete Gelenken an Händen und Füßen, der sollte nicht lange warten und einen Arzt aufsuchen. Bei der rheumatoiden Arthritis ist die Diagnose durch den Nachweis von Antikörpern recht einfach und es kann mit der Therapie sofort begonnen werden.

Wer bisher keinen geeigneten Arzt gefunden hat, der kann sich hier informieren

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