Zum zweiten Mal treffen sich Selbsthilfegruppen, Krankenkassen und Hersteller von Medikamenten zum Erfahrungsaustausch. Im letzten Jahr nahmen bereits 17 Selbsthilfegruppen teil und die Nachfrage ist gestiegen. Am Samstag, 4. Oktober 2008 findet nun der 2. Selbsthilfegruppentag in Würselen von 10:00 bis 17:00 Uhr im Alten Rathaus.

Selbsthilfegruppen geben Ratsuchenden ein unschätzbaren Vorteil. Hier können sie Antworten auf Fragen bekommen, die ihnen der Arzt nicht beantworten kann. Gerade nach niederschmetternden Diagnosen fragen sie Patienten, wie es mit ihnen weitergehen soll.

Wie kann ich meine Lebensqualität erhalten oder wieder erlangen? Was kann ich tun, damit die Erkrankung nicht fortschreitet? Wer kann mir helfen? In Selbsthilfegruppen können Betroffene andere Menschen mit der gleichen Erkrankung treffen, die mit genau den gleichen Problemen zu kämpfen haben. Von den Erfahrungen jedes einzelnen Menschen können andere profitieren. Der Informationsvorsprung den Mitglieder von Selbsthilfegruppen bekommen, ist nicht zu unterschätzen. Patienten bekommen hier mehr Verständnis für ihre Krankheit und die Behandlungsmethoden. Ärzte und Apotheker unterstützen die Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen, da sie keine Konkurrenz sondern eine Ergänzung zu ihrer Behandlung darstellen.

Wer nicht die Möglichkeit hat aktiv an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen, weil er nicht mobil ist, weil er keine Zeit hat und sich schlicht nicht traut, für den gibt es seit einigen Jahren den Segen des Internets. Hier können sich Betroffenen ebenso austauschen und mit Patienten und Fachleuten diskutieren. Für manchen Menschen ist die Anonymität des Internet überhaupt der einzige Weg sich zu offenbaren, da sie sich im persönlichen Kontakt scheuen ungehemmt über ihre Krankheit zu sprechen.

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