Immer mehr Menschen sind allergisch gegen bestimmte Lebensmittel. Es gibt verschiedene Formen der Lebensmittelunverträglichkeit, nicht jede davon ist eine richtige Allergie. Die häufigsten Unverträglichkeiten sind die gegen Milchzucker (Laktose) und Fruchtzucker (Fruktose). Laktose ist in allen Milchprodukten und vielen Fertiggerichten enthalten. Fruchtzucker befindet sich in allen Obstsorten.

Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Im leichteren Fall sind es nur unangenehme Blähungen, weil der Dünndarm die unverträglichen Teile der Nahrung in den Dickdarm weiter gibt, in anderen Fällen können auch schwere Durchfälle und Krämpfe auftreten.

Die vielleicht schlimmste Form der Unverträglichkeiten bezeichnet man als Allergien. Einer von 300 Menschen in Deutschland verträgt z.B. kein Gluten, die sog. Zöliakie oder Sprue. Die Symptome sind chronische massive Durchfälle, Untergewicht, Wachstumsstörungen im Kindesalter, Vitaminmangel. Der Dünndarm kann geschädigt werden, was eine Anzahl von Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Für die betroffenen Menschen ist das eine schwere Last, denn Gluten befindet sich in sehr vielen Lebensmitteln, oft auch versteckt. Brot, Nudeln, alle Getreide, Saucen – essen im Restaurant oder auf Partys ist kaum möglich, weil der Betroffene nicht weiß, welche Zutaten verwendet wurden. Nur sehr wenige Restaurants bieten glutenfreie Gerichte an.

Unverträglichkeiten können sich auch im Laufe des Lebens entwickeln. Es gibt verschiedene Test, mit denen eine Unverträglichkeit oder Allergie festgestellt werden kann. Oft rät der Arzt auch zu einer Diät, bei der Nur Tee und Zwieback gegessen wird. Nach und nach werden dann weitere Lebensmittel ergänzt und man kann so sehen, auf welche Lebensmittel der Körper reagiert. Aber ganz so einfach ist es leider nicht, weil nicht alle Unverträglichkeiten dauerhaft auftreten. Betroffene wissen davon ein Lied zu singen. Gerade bei leichten Formen kann es ein, dass man ein Lebensmittel am Abend gut verträgt, am Morgen auf leeren Magen aber überhaupt nicht. Wer den Verdacht hat ein oder mehrere Lebensmittel nicht zu vertragen, der sollte es aber in jedem Fall für eine längere Zeit vom Speiseplan streichen.

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