Die rote Haarfarbe bei Menschen ist ein Gen-Defekt, der durch eine Mutation des Proteins MCR-1 im Chromosoms 16 zurückzuführen ist. Rein theoretisch könnte sich so eine Mutation wieder aus dem Genpool der Menschen zurückziehen, da Rothaarige jedoch als attraktiv gelten, wird das mutierte Gen weiter vererbt und bleibt so am Leben. Vermutlich gibt es zudem immer wieder spontane Mutationen, wie zum Beispiel bei Albinos, bei denen das Gen als erneute Mutation auftritt. Forscher fanden heraus, dass schon Neandertaler vermutlich rote Haare hatten, denn in den untersuchten Genen fanden sie eine ähnliche Mutation wie die des MCR-1 Gens.

Die alten Römerinnen waren so begeistert von den blonden und roten Haaren der germanischen Gefangenen, dass man sie zwang die Haare abzuschneiden, um sich selbst daraus Perücken machen zu lassen. Das Färbemittel Henna wurde nachweislich schon im alte Ägypten um den Haaren einen roten Ton zu geben. Rothaarige müssen die Gesellschaft gespalten haben, denn neben dem Symbol für Schönheit beiderlei Geschlechts wird auch immer wieder die Hexerei mit roten Haaren in Verbindung gebracht. Rote Haare waren und sind also Sinnbild für das Besondere und Geheimnisvolle.

In Verbindung mit den roten Haaren treten typische Eigenschaften auf, wie zum Beispiel eine empfindliche, blasse Haut mit Sommersprossen, aber auch eine größere Schmerztoleranz. Bei rothaarigen Menschen ist die Anzahl der Haare deutlich geringer als bei Blonden oder Brünetten, dafür sind die Haare dicker und widerstandfähiger. Da Rothaarige insgesamt weniger Haare haben, ist eine dauerhafte Haarentfernung als kosmetische Maßnahme also meist nicht nötig.

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