Vermutlich wird es mal wieder ungehört in der Stille des Weltalls verhallen, aber erneut haben Wissenschaftler festgestellt, dass Cannabis weniger schädlich ist als Tabak oder Alkohol. Die englische Beckley Stiftung hat die britische Regierung sogar aufgefordert, ihre Drogenpolitik zu überdenken. Das Verbot von Cannabisprodukten bereit mehr Probleme als dass er Jugendliche vor dem Drogenkonsum bewahren würde.

Eigentlich ist diese Studie in ihrem Ergebnis nur eine weitere Bestätigung für das, was viele Ärzte schon seit langem sagen. Im Verhältnis zur Schädlichkeit von Alkohol und Nikotin steht Cannabis harmlos da. Laut Statistik können weltweit nur zwei Todesfälle auf Cannabis-Konsum zurückgeführt werden, so die veröffentlichte Studie der britischen Beckley-Stiftung Etwa 150.000 Todesfälle allein in Großbritannien hingegen könnten auf den Konsum von Alkohol und Nikotin zurückgeführt werden. Zwar könne sich Cannabis negativ auf die Gesundheit auswirken und auch psychische Erkrankungen auslösen, insgesamt sei der Konsum jedoch unbedenklicher als der von Alkohol oder Tabak, erklärten die Forscher.

Der Fehler in der Drogenpolitik, egal ob Alkohol, Zigaretten oder Cannabis ist die zu geringe Aufklärung. Lehrer haben auch in der Regel keine Kompetenz um das zu übernehmen. Zudem sind Lehrer oftmals schon deshalb kein glaubwürdiges Vorbild, weil sie selber Alkohol trinken oder rauchen. Durch den Verbot von Cannabisprodukten werden diese idealisiert. Gerade für pubertierende Jugendliche geht der Reiz durch das Verbotene aus. Es ist cool, etwas Illegales zu machen. Fahrten nach Holland gehören ins Standardprogramm jedes Kiffers, um endlich mal in Freiheit einen Joint rauchen zu können.

Es ist an der Zeit neue Regeln für den Konsum von Cannabis zu schaffen. Das Märchen von der Einstiegsdroge ist wiederlegt, kiffen macht auch nicht blöd und es macht nicht mehr oder weniger abhängig als Alkohol. Eine Freigabe wie in Holland ist schon lange überfällig. Heute sollte jedes Elternteil froh sein, wenn ihr Sprössling „nur“ kifft, denn die wirklich gefährlichen Drogen kommen schon lange in Tabletten- oder Pulverform daher. Hier wäre der nächste Schritt nach eine Freigabe zu tun. Die schonungslose Aufklärung über die Gefahren und Suchtpotentialen von Drogen wie Exctasy, Kokain und anderen Amphetaminen. Alle Drogen über einen Kamm zu scheren ist kontraproduktiv.

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