Einen interessanten Beitrag habe ich bei YAHOO ONLINE gefunden. Hier wird über die Unverträglichkeit von Fruchtzucker berichtet. Was den Ärzten früher bekannt war, ist heute fast in Vergessenheit geraten. In Mitteleuropa leidet fast jeder Dritte unter einer Fruktose- Malabsorption, was bedeutet, dass er Fruchtzucker nicht entsprechend verdauen kann. Dies kann zu starken Bauchschmerzen, Durchfall oder auch Verstopfung führen, aber auch das bekannte Reizdarmsyndrom auslösen.

Wie der Chefarzt der Abteilung Innere Medizin am Bonner St. Josef-Hospital, Hans-Joachim Thon, berichtet, wird die Bedeutung der Fruchtzucker-Unverträglichkeit heute unterbewertet.

Im St. Josef-Hospital betreut der Gastroenterologe Patienten mit Reizdarmsyndrom. In einem Versuch wurde Patienten mit einem Reizdarm fruktosearme Ernährung gegeben und es stellte sich heraus, dass sich bei vielen Patienten die Symptomatik verbesserte. Wie Thon erklärt, kann die Laktose-Intoleranz zwar nicht als alleinige Ursache für den Reizdarm angesehen werden, doch ist sie ein wesentlicher Bestandteil. Besonders problematisch ist es, dass Ärzte ohne einen entsprechenden Test zu veranlassen, ihren Patienten zu einer gesunden Ernährung raten, zu der auch viel frisches Obst gehört. Betroffene sollten dies berücksichtigen und ihren Arzt auffordern, umgehend einen entsprechenden Test zu machen. Wird eine Unverträglichkeit festgestellt, dann ist es wichtig einen Ernährungsberater zu befragen, denn Fruktose befinden sich heute als Süßstoff in sehr vielen Lebensmitteln und muss bisher nicht deklariert werden. Im Zweifel lohnt es sich eher, den Hersteller zu befragen, als einen erneuten schmerzhaften Rückfall zu erleiden.

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