Ein neuer genetischer Risikofaktor für erblichen Haarausfall wurde von zwei Forscherteams gefunden. Er liegt auf Chromosom 20 und kann sowohl über den Vater als auch über die Mutter vererbt werden.

Das Selbstbewusstsein kann von fehleneden Haaren stark beeinflusst werden. Manche Männer können schon vor dem 40 Lebensjahr eine Glatze bekommen, Frauen betrifft das auch. Es ibt unzählige Wundermittel, doch nur wenige können den Haarausfall wirksam aufhalten.

Wissenschaftler versuchen seit langer Zeit die Ursachen für Haarausfall zu finden.

Unabhängig von einander haben deutsche und britische Forscher ein neues Haarausfallgen entdeckt. Das Gen, das sich auf dem Chromosom 20 liegt unterscheidet sich vom bekannten Risikogen, das über die mütterliche Linie weitergegeben wird. Jeder siebte Mann trägt wenigstens einen dieser Risikofaktoren in seinem Erbgut.

Wenn beide zusammen kommen steigt die Wahrscheinlichkeit sehr früh eine Glatze zu bekommen, um das Siebenfache an.

An der Universität Bonn wurde das Genmaterial von 296 Männer untersucht, die schon vor ihrem 40 Lebensjahr eine Glatze hatten. Diese Proben wurden mit denen von Freiwilligen, die nicht betroffen waren, verglichen.

Das Team aus London verglich Erbgut von 578 Betroffenen und 547 Kontrollprobanten aus. Die Ergebnisse waren fast identisch: sie entdeckten einen Zusammenhang zwischen einer Variante des sogenannten Androgenrezeptor-Gens auf dem X-Chromosom und einer frühen Glatzenbildung. Außerdem identifizierten beide Gruppen einen weiteren Bereich mit verschiedenen Varianten auf Chromosom 20, von denen eine ebenfalls mit dem Haarausfall in Verbindung ist.

Mit dem Verlust der Haare kommen häufig auch gesundheitliche Probleme wie Übergewicht, koronare Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Prostataprobleme und Diabetes, was möglicherweise auf die gleichen Erbanlagen zurückgeführt werden kann. Wenn sie von diesem Problem betroffen sind, sollten sie den richtigen Arzt finden, der ihnen etwas wirksames verschreiben kann, denn es ibt nur sehr wenige Mittel die wirklich wirksam sind. Um einen richtigen Arzt zu finden können sie es bei der Arztsuche im imedo Ärzteverzeichnis versuchen.

Die Wissenschaftler versuchen die Funktion des neu entdeckten Chromosomabschnitts zu finden, und suchen nach anderen Genen, die den Haarausfall beeinflussen, denn sie vermuhten, dass es nicht die einzigen sind.

Die Erkenntnisse der Genforscher helfen in Mechanismen einzugreifen, welche Glatzenbildung zur Folge haben.

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