Robert Pershing Wadlow war der bisher größte Mensch der Welt. Am Ende seinen Lebens maß er unglaubliche 2,72 Meter und wog dabei 215 Kilogramm. Verantwortlich für das Wachstum war ein Hypophysenadenom, ein Tumor, der große Mengen an Wachstumshormonen ausschüttet. Bekannter Vertreter der Akromegalie ist auch der Schauspieler Richard Kiel, der in James Bond-Filmen den 218 cm großen „Beißer“ spielte. Ursprünglich Mathematiklehrer, spielte er schon seit 1960 in einigen Filmen mit, wurde aber erst Mitte der 70er Jahren von den Produzenten der Bond-Filme entdeckt. Seit dem hat Richard Kiel in vielen anderen Filmen mitgewirkt und war bei seinem Publikum so beliebt, dass die Bond-Produzenten darauf verzichteten, ihn in den Filmen wie andere „Bösewichte“ sterben zu lassen.

Schon die biblische Geschichte kennt einen Riesenmenschen, dessen Namen bis heute das Synonym für große Menschen ist – Goliath. Der biblische Kampf David gegen Goliath steht für das ungleiche Duell Klein gegen Groß. Als der kleine David den schwer bewaffneten Riesen Goliath mit einem gezielten Schuss aus seiner Steinschleuder niederstreckte, kam dies einem Wunder gleich. Doch ob David tatsächlich der Schwächere war, ist fragwürdig – schließlich kämpfte er gegen einen kranken Mann. In Wirklichkeit war es Goliath, der kaum eine Chance hatte: Den anfliegenden Kieselstein konnte er aufgrund seines geschwollenen Gesichtfeldes gar nicht erkennen.

In Deutschland leiden bis zu 6000 Menschen an Akromegalie, deren Lebenserwartung trotz einiger Therapiemöglichkeiten deutlich eingeschränkt ist, da sich durch das unkontrollierte Wachstum in der Regel Herz-Kreislauferkrankungen und Zuckerkrankheit einstellen. Auch die Gelenke leiden natürlich unter den ungewohnten Belastungen.

Advertisements