Die Uhren werden in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober wieder um eine Stunde zurückgestellt. Damit geht auch in Merkelpotanien die Sommerzeit zu Ende und für viele beginnt der „Herbstblues“ – ein jahreszeitlich bedingtes Phänomen, das Experten „Saisonal abhängige Depression“ (SAD) nennen. Besonders Frauen sind davon betroffen. Was tun? Die Techniker Krankenkasse (TK) gibt einige Tipps.

Zu den SAD-Symptomen gehören: großes Schlafbedürfnis, fehlender Antrieb, häufiger Stimmungswechsel, Konzentrationsprobleme und Heißhunger auf Süßes. Die Hauptursache des Herbstblues ist : Lichtmangel. Licht wird über die Augen aufgenommen und direkt ins Gehirn transportiert. Dort wird die Produktion von stimmungsaufhellenden Endorphinen und des Botenstoffs „Serotonin“ angeregt. Bei Lichtmangel wird im Gehirn die „Glücksproduktion“ eingestellt. In der dunklen Jahreszeit wird stattdessen verstärkt „Melatonin“ produziert, ein Stoff, der eigentlich den Schlaf mitsteuert. Deshalb fühlt man sich müde und schlapp.

Die TK rät daher, jeden Tag mindestens eine Viertelstunde rauszugehen, um Tageslicht zu tanken und frische Luft zu schnappen. Das bringt das Verhältnis zwischen Serotonin und Melatonin – und damit auch unseren Gemütszustand – wieder ins Gleichgewicht.

Der Gang ins Solarium hilft über den Herbstblues übrigens nicht hinweg: Auf der Sonnenbank werden lediglich die ultravioletten Strahlen des Lichts über die Haut aufgenommen. Die Endorphin-Produktion startet aber nur, wenn Licht über die Augen direkt ins „Gute-Laune-Zentrum“ des Gehirns transportiert wird. Die Augen müssen aber unbedingt vor der UV-Strahlung des Solariums geschützt werden.

Auch richtige Ernährung kann fit gegen den Herbstblues machen.
Gesundes, magnesiumhaltiges Essen regt das Nervensystem an und beugt Stress vor. Vor allem Milch- und Vollkornprodukte sowie Bananen, Beerenobst und Geflügel sind Magnesium-Riesen. Auch jodhaltiges Sushi kann für gute Laune sorgen: Jod mobilisiert die Schilddrüsenfunktion und regt den Zellstoffwechsel an – ein Energieschub für den Körper. In Maßen genossen kann auch Schokolade das Glücksgefühl steigern: Sie stimuliert die Serotonin-Produktion im Gehirn.

Die TK empfiehlt zudem: Farben in den tristen Alltag bringen. Farbige Kleidung, Raumdekoration oder ein bunter Blumenstrauß heben die Laune und fördern die Kreativität.

Advertisements