„Ich war nie sehr an Sex interessiert. Ich dachte immer, er bringt viel Ärger und Mühe mit sich, und da habe ich mich lieber mit anderen Dingen beschäftigt“, so wird Clara Meadmore, die dieses Jahr in einem Altenheim im südwestenglischen Cornwall ihren 105. Geburtstag feierte. Die in Schottland geborene Dame hat noch heute ihre eigenen Zähne und Haare, war nur einmal im Leben im Krankenhaus und blickt trotzdem auf ein bewegtes Leben zurück. Sie lebte bereits in Kanada und Neuseeland, im Zweiten Weltkrieg war sie für die britische Armee in Ägypten tätig, bis sie sich in Cornwall zur Ruhe setzte.

Ihr langes Leben führt sie auf ihre sexuelle Abstinenz zurück und ist stolz auf ihre Jungfräulichkeit. Vermutungen, sie sei lesbisch tritt sie energisch entgegen. „Ich hatte immer nur platonische Freundschaften mit Männern und verspürte nicht den Drang nach mehr oder gar heiraten zu wollen. Sex führt immer nur Komplikationen mit sich und ich hatte anderes im Kopf.“

Auch wenn vielleicht im Einzelfall das selbstgewählte Schicksal der Enthaltsamkeit mit einem langen Leben verbunden sein kann, so ist aber wissenschaftlich inzwischen unumstritten, dass sexuelle Aktivität gut für die Gesundheit ist. Das Immunsystem wird gestärkt, Kalorien verbraucht und Glückshormone ausgeschüttet. Wir sollten uns also an der Dame kein Bespiel nehmen, nicht zuletzt weil sonst nach ca. 100 Jahren die Menschen ausgestorben wären.

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