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In der Adventszeit legen sich die meisten Menschen in Europa ein kräftiges Depot an Nahrung um die Hüften, dass sie vielfach nicht mehr loswerden. Sinnvoll ist das nicht, allenfalls verständlich, denn angefangen von diversen Weihnachtsfeiern bis zu privaten Einladungen, sind die Weihnachtstage dazu geeignet, sich dem Aussehen des Michelin-Männchens anzunähern. Zu den Zeiten, als das Nahrungsangebot im Winter geringer war, weil nicht gepflanzt und geerntet werden konnte, da hat eine gewisses Polster für die kargen Tage noch Sinn gemacht, doch heute kann es sogar gefährlich werden. Das an Bauch und Hüften eingelagerte Fett hat einen negativen Einfluss auf Herz du Kreislauf und kann die Entstehung von Diabetes begünstigen. Diese Auswirkungen sind in vielen Studien belegt.

Im deutschen Fernsehen wurden ja kürzlich noch weitere Risikofaktoren veröffentlicht, spektakulär mit genauen Zahlen, um wie viele Jahre sich das Leben verkürzt. Eine Scheidung zum Beispiel soll 9 Lebensjahre kosten. Ganz so, wie uns diese Zahlen es suggerieren wollen, ist es natürlich nicht, das kann man schon daran sehen, dass Gerhard Schröder und Joschka Fischer noch leben. Aber man darf die Gesundheitsrisiken trotzdem nicht unterschätzen.

Problem ist, dass unsere biologisch genetisch bedingten Verhaltensweisen nicht mehr mit der tatsächlichen Situation übereinstimmen und wir uns deshalb selber disziplinieren müssen. Wir essen im Winter nicht nur mehr, sondern wir bewegen uns auch weniger. Was bei Bären überlebenswichtig ist, da sie im Winterschlaf nicht essen, kann beim Menschen zum vorzeitigen Tode führen – das anfuttern eines Winterspecks.

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