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Einer Studie aus Dänemark zufolge sind Männer stressanfälliger als Frauen. Ich kann mir gut vorstellen, das dies der Wahrheit entspricht, denn man sieht deutlich häufiger brüllende Männer als schreiende Frauen herumlaufen. Es gibt zwei verschiedene Arten von Stress, den Eu-Stress und den Di-Stress. Der eine ist gesund, der andere kann uns Lebensjahre kosten, denn die psychische Anspannung verringert die Lebenserwartung. Die dänische Studie wurde über 20 Jahre angelegt und sollte somit Aussagekraft haben. Zu den Ergebnissen gehört auch der Beleg, dass psychische Belastungen, wie Stress, Angst oder Depression Risikofaktoren für chronische Erkrankungen darstellen.

Warum Männer stressanfälliger sind als Frauen, dass konnte ich der Studie nicht entnehmen, aber vermutlich hat es Gründe, die sich rollenbedingt schon vor langer Zeit in unseren Genen manifestiert haben. Man weiß ja auch, dass Männer nur wenig geeignet wären, um eine Schwangerschaft inklusive Geburt zu überstehen. Der Stress, sich um 5 oder 7 Kinder zu kümmern ist nun mal ein anderer, als wenn man sich an einen stattlichen Hirschen anschleichen muss.

Der Befund macht dem Klischee ein Ende, Männer seien belastungsfähiger als ihre weiblichen Artgenossen. Das Gegenteil ist der Fall, denn während bei Frauen keine stressbedingten Nachteile auf die Lebenserwartung festzustellen war, hatten gestresste Männer ein deutlich höheres Herzinfarktrisiko mit einer deutlich höheren Sterblichkeit.

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