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Wer das Stück “Der eingebildete Kranke“ von Moliere gesehen hat, wird schonmal daran gedacht haben, dass manchmal Ärzte die Jahre lang studiert haben, keine Ahnung von Heilen haben. Dass es auch umgekehrt geht zeigt uns Cornelia E. Sie war eine sehr erfolgreiche Ärztin die bei Patienten und Kollegen beliebt war und sogar Auszeichnungen für ihre Forschungen bekommen hat- doch dann hat sich herraus gestellt, dass sie ihre Zeugnisse gefälscht hatte.

Sie wurde dafür verurteilt, aber nach 14 Monaten ist sie nun frei und hat sogar einen neuen Spitzenjob in einem Pharmaunternehmen. Ich glaube sie verdient auch einen Orden, weil sie bewiesen hat, dass das Medizinstudium nicht so relevant ist. Sie hatte ihr Physikum drei mal nicht bestanden und wurde exmatrikuliert. Doch sie lernte weiter und wurde zu einem der zuverlässigsten Assitentenärzten im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf .

Wasfür eine Relevanz hat das Pysikum wenn es talentierte und begabte Menschen nicht schaffen? Wie viele in Zukunft wunderbare Ärzte hat diese Prüfung aus dem Verkehr gezogen? Und wieviele schreckliche Ärzte professieren heute, bloss weil sie einmal eine gute Note hatten?

So zum Beispiel ein Arzt der seinen Patienten zum Tode veruteilt hat, weil er ihn nicht richtig untersucht hat. Dieser hatte Kehlkopfkrebs, aber wurde als erkältet eingestuft. Nach einem Jahr entdeckte man den Fehler und der Arzt schickte ihm eine Flasche Cognac als Entschädigung. Doch es war zu spät und heute ist der Patient tot und die Flasche immer noch voll.

Das Problem zieht tief durch die Medizin in Deutschland denn wir fragen uns: wem können wir trauen? Den Diplomen und Urkunden scheinbar nicht. Den weissen Kitteln auch nicht. Ich glaube Patienten können nur sich selbst trauen. Und das erinnert mich an eine initiative im Internet, wo Patienten sich gemeinsam helfen und Ärzte danach bewerten was sie in Wirklichkeit machen, und nicht nach Diplomen: das Ärzteverzeichnis.

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