Wissenschaftler berichten im „Journal of Clinical Investigation“ über neue Erkenntnisse über die Ursachen von Multipler Sklerose. Wie bei anderen Autoimmunerkrankungen wurde bisher auch bei MS davon ausgegangen, dass Botenstoffe die Immunabwehr anregen und so körpereigenes Gewebe zerstört wird, doch Versuche an Mäusen legen jetzt nahe, dass bei MS ein anderer Zusammenhang besteht. Bisher waren die sog. Th17-Zellen im Verdacht für die Auslösung der Krankheit verantwortlich zu sein, da sie bei MS-Patienten in erhöhter Konzentration auftreten. Sie produzieren den Botenstoff IL-17, der angeblich das Gehirn angreift und dort für eine Autoimmunreaktion sorgt. Die Tierversuche haben das jetzt widerlegen können, allerdings nur was die Wirkung auf das Gehirn betrifft. Auf andere Organe hatte IL-17 auch bei Mäusen eine negative zerstörerische Wirkung.

Die Wissenschaft muss sich im Falle von MS jetzt aber neue Gedanken machen, um der wahren Ursache auf den Grund zu gehen. Ohne genaue Kenntnis der Abläufe im Körper wird es nämlich nicht gelingen, ein wirkungsvolles Gegenmittel zu entwickeln. Die bisherigen Medikamente können MS zwar eindämmen, sind aber mit hohen Risiken verbunden, da die körpereigene Immunabwehr zurückgefahren wird. Die Patienten haben so ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko. Besuchen sie auch die Multiple Sklerose Infosseite.

Um immer über Neuigkeiten aus dem Bereich Medizin informiert zu sein, verfolgen sie auch das Fernsehprogramm Gesundheit.

Advertisements