So oder so ähnlich dürfte die Vorstellung der meisten sein als sie das erste mal von der Pille Priligy gehört haben, die den Orgasmus des Mannes verzögern soll und so das Liebesspiel im Bett verlängern soll.

Doch die Pille wird nicht verschrieben werden, um den Lifestyle zu verbessern, so der Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Andrologie (Männerkunde), Hermann Behre. Die Pille dient nicht dazu, das Stehvermögen beliebig zu steigern und ist rezeptpflichtig.

Gedacht ist das Medikament nur für Männer, bei denen durch vorzeitigen Samenerguss ein gewisser „Leidensdruck“ besteht. Eine Untersuchung und die Beratung durch einen Urologen sind daher Pflicht. Die Pille des Pharmaunternehmens Janssen-Cilag wird im Juni auf den deutschen Markt kommen. Sie verzögert den Samenerguss, in dem sie Serotonin-Rezeptoren im Gehirn blockiert.

Geschätzte 20 Prozent der deutschen Männer leiden an einer sexuellen Fehlfunktion, die zur frühzeitigen Ejakulation führt. Bei ihnen kommt es entweder bereits vor dem Geschlechtsverkehr, oder innerhalb weniger Sekunden bis maximal eine Minute nach Beginn des Sexualakts zum Samenerguss. Der Serotonin-Hemmer „Priligy“ führt dazu, dass die Ejakulation um das drei- bis vierfache der sonst üblichen Zeit verzögert wird.

Falsch ist allerdings das Gerücht, dass die Pille auch dabei hilft schnell abnehmen zu können.

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